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	<title>Kommentare zu: Die strategische Inszenierung einer Naturkatastrophe</title>
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	<description>Die Sprengkraft soziologischer Beobachtung</description>
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		<title>Von: Stefan Schulz</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2008/05/26/die-strategische-inszenierung-einer-naturkatastrophe/#comment-18</link>
		<dc:creator>Stefan Schulz</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jun 2008 13:41:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://sozialtheoristen.de/?p=11#comment-18</guid>
		<description>Jo, ich glaube der interessante Umschlagpunkt ist der, das aus der passiven Nicht-Inklussion eine aktive Exklusion geworden ist. 

China hat zwar auch damals schon eine Mauer gebaut, die klar als aktive Grenzziehung zu nehmen ist - aber China ist (jetzt in der Moderne) vor allem zum Verhängnis geworden, dass ihr Volk von der Weltgesellschaft einfach inkludiert wurden ist (Internet als inhaltsunabhängige Informations-Infrastruktur, moderne Luftfhart, die die Mauer ignoriert, ...) und sie die letzten 40 Jahre damit verbracht hatten, ihr Volk wieder, per Hand, zu exkludieren. 

Der Rest der Welt, hat die Verweltgesellschaftung einfach über sich ergehen lassen und in seine Struktur eingebaut - was den Unterschied zu China immer grösser werden lies - und seit kurzem ist diese Differenz von China nicht mehr zu halten. (Die 10.000 Staatsbeamten, die das Internet in erlaubte / verbotene Inhalte einteilen stellen da wahrscheinlich eine natürliche Belastungsgrenze dar.)

Was wir aber festhalten müssen ist: Nur in Unterscheidung zu uns, handelt es sich bei China um ein leicht totalittäres Regime, dass zuviele Todesstrafen und zuwenig Verteilungsgerechtigkeit hervorbringt.

Aber: Das Gebahren im Rahmen der Erdbebenkatastrophe läuft in keiner eklatanten Unterscheidung zu uns ab, sondern so wie bei uns in ähnlichen Fällen auch. Der Unterschied, den Enno markiert, ist ja der zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Daraus lässt sich zwar eine medienwirksame Information ableiten, aber noch lange keine Skandal.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jo, ich glaube der interessante Umschlagpunkt ist der, das aus der passiven Nicht-Inklussion eine aktive Exklusion geworden ist. </p>
<p>China hat zwar auch damals schon eine Mauer gebaut, die klar als aktive Grenzziehung zu nehmen ist &#8211; aber China ist (jetzt in der Moderne) vor allem zum Verhängnis geworden, dass ihr Volk von der Weltgesellschaft einfach inkludiert wurden ist (Internet als inhaltsunabhängige Informations-Infrastruktur, moderne Luftfhart, die die Mauer ignoriert, &#8230;) und sie die letzten 40 Jahre damit verbracht hatten, ihr Volk wieder, per Hand, zu exkludieren. </p>
<p>Der Rest der Welt, hat die Verweltgesellschaftung einfach über sich ergehen lassen und in seine Struktur eingebaut &#8211; was den Unterschied zu China immer grösser werden lies &#8211; und seit kurzem ist diese Differenz von China nicht mehr zu halten. (Die 10.000 Staatsbeamten, die das Internet in erlaubte / verbotene Inhalte einteilen stellen da wahrscheinlich eine natürliche Belastungsgrenze dar.)</p>
<p>Was wir aber festhalten müssen ist: Nur in Unterscheidung zu uns, handelt es sich bei China um ein leicht totalittäres Regime, dass zuviele Todesstrafen und zuwenig Verteilungsgerechtigkeit hervorbringt.</p>
<p>Aber: Das Gebahren im Rahmen der Erdbebenkatastrophe läuft in keiner eklatanten Unterscheidung zu uns ab, sondern so wie bei uns in ähnlichen Fällen auch. Der Unterschied, den Enno markiert, ist ja der zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Daraus lässt sich zwar eine medienwirksame Information ableiten, aber noch lange keine Skandal.</p>
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		<title>Von: mario Graute</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2008/05/26/die-strategische-inszenierung-einer-naturkatastrophe/#comment-17</link>
		<dc:creator>mario Graute</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jun 2008 11:36:05 +0000</pubDate>
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		<description>also wer der urheber der idee ist, unter zuhilfenahme von medien politische ziele zu verfolgen, kann hier nicht geklärt werden. fakt ist, dass china beim erdbeben erstmals internationale medien ins land gelassen und eine sehr offene berichterstattung zugelassen hat. da dies nicht nur von enno, sondern auch den medien selbst beobachtet wird, stellen sich die oben aufgeführten fragen und die erläuterung von enno sind als begründung gut nachzuvollziehen. 
leider wird diese begründung nur äußerst selten von den medien selbt reflektiert, so dass man eher den medien einen vorwurf machen kann, warum sie sich auf dieses spiel einlassen. denn nur aufgrund deren eigendynamik ist es überhaup möglich, dass china dieses instrumentarium &quot;missbrauchen&quot; kann. dies sollte mitreflektiert werden, wenn einer regierung &quot;manipulation&quot; vorgeworfen wird.
vielleicht sollte ebenfalls darüber diskutiert werden, ob nicht der vorwurf der manipulation chinas ebenfalls nur eine zurechnung unserer medienliberalen beobachtungsperspektive darstellt. die freie berichterstattung bringt freiheit und demokratie, aber auch unsicherheit. ist es verwerflich, wenn ein sozialistisches (teilweise kapitalistisches) land versucht diese unsicherheit einzudämmen? kann das überhaupt gelingen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>also wer der urheber der idee ist, unter zuhilfenahme von medien politische ziele zu verfolgen, kann hier nicht geklärt werden. fakt ist, dass china beim erdbeben erstmals internationale medien ins land gelassen und eine sehr offene berichterstattung zugelassen hat. da dies nicht nur von enno, sondern auch den medien selbst beobachtet wird, stellen sich die oben aufgeführten fragen und die erläuterung von enno sind als begründung gut nachzuvollziehen.<br />
leider wird diese begründung nur äußerst selten von den medien selbt reflektiert, so dass man eher den medien einen vorwurf machen kann, warum sie sich auf dieses spiel einlassen. denn nur aufgrund deren eigendynamik ist es überhaup möglich, dass china dieses instrumentarium &#8220;missbrauchen&#8221; kann. dies sollte mitreflektiert werden, wenn einer regierung &#8220;manipulation&#8221; vorgeworfen wird.<br />
vielleicht sollte ebenfalls darüber diskutiert werden, ob nicht der vorwurf der manipulation chinas ebenfalls nur eine zurechnung unserer medienliberalen beobachtungsperspektive darstellt. die freie berichterstattung bringt freiheit und demokratie, aber auch unsicherheit. ist es verwerflich, wenn ein sozialistisches (teilweise kapitalistisches) land versucht diese unsicherheit einzudämmen? kann das überhaupt gelingen?</p>
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		<title>Von: Enno Aljets</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2008/05/26/die-strategische-inszenierung-einer-naturkatastrophe/#comment-16</link>
		<dc:creator>Enno Aljets</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 May 2008 06:12:21 +0000</pubDate>
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		<description>Gut, man muss dann aber überlegen, was eine übermäßige Ausschlachtung von Opferbildern bedeutet. Für die Behandlung von Naturkatastrophen nach weltweiten Maßstäben war es sicherlich eine ganz normale Berichterstattung. Aber vor dem Hintergrund, dass China ähnliche Vorkommnisse in den letzten Jahren unter Verschluss gehalten hat, wird m. E. deutlich, dass hier Strategie am Werke ist und die Opfer dieses Mal gebührend in Szene gesetzt werden. Jedoch nicht um zu informieren, sondern um eine Thema zu besetzen, was andere Themen unmöglich macht.
Die Tiberter allerdings kann man durchaus als Lehrmeister dieser Taktik ansehen. Da gebe ich dir Recht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gut, man muss dann aber überlegen, was eine übermäßige Ausschlachtung von Opferbildern bedeutet. Für die Behandlung von Naturkatastrophen nach weltweiten Maßstäben war es sicherlich eine ganz normale Berichterstattung. Aber vor dem Hintergrund, dass China ähnliche Vorkommnisse in den letzten Jahren unter Verschluss gehalten hat, wird m. E. deutlich, dass hier Strategie am Werke ist und die Opfer dieses Mal gebührend in Szene gesetzt werden. Jedoch nicht um zu informieren, sondern um eine Thema zu besetzen, was andere Themen unmöglich macht.<br />
Die Tiberter allerdings kann man durchaus als Lehrmeister dieser Taktik ansehen. Da gebe ich dir Recht.</p>
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		<title>Von: Stefan Schulz</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2008/05/26/die-strategische-inszenierung-einer-naturkatastrophe/#comment-15</link>
		<dc:creator>Stefan Schulz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 May 2008 20:44:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://sozialtheoristen.de/?p=11#comment-15</guid>
		<description>Ich weiss nicht recht, ob die Beobachtung, dass China die Opfer medial instrumentalisiert, im Grundsatz die Realität beschreibt.

Ich konnte die letzten 3 Wochen keine übermässige Ausschlachtung der Opferbilder feststellen. Vielmehr gab es einen relativ ehrlichen Umgang über die Erkenntnisse der Nebenfolgen des Bebens - so z.B. die Bekanntmachung der Probleme die einzelne Atomforschungs- und Atomkraftanstalten von dem Beben davongetragen haben.

Zudem denke ich, das China das Beben als innenpolitisches Phänomen behandelt und &#039;ihnen&#039; die Aussendarstellung ziemlich egal ist. China ist aus unterschiedlichen Gründen immer so eingestellt. Olympia bildet (was instrumentalisierte Selbstdarstellung betrifft) da eine Ausnahme, die aber auch völlig überbewertet wird.

Die Grundargumentation dieses Beitrags kann ich mir eher auf den &quot;Freiheitskampf&quot; der Tibeter bezogen vorstellen. Da (bzgl. Tibet) wird meiner Meinung nach das Betrieben, was du hier China ans Bein bindest - die Instrumentalisierung von Opfern und Zurechnung auf Täter um politische Ziele zu verfolgen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiss nicht recht, ob die Beobachtung, dass China die Opfer medial instrumentalisiert, im Grundsatz die Realität beschreibt.</p>
<p>Ich konnte die letzten 3 Wochen keine übermässige Ausschlachtung der Opferbilder feststellen. Vielmehr gab es einen relativ ehrlichen Umgang über die Erkenntnisse der Nebenfolgen des Bebens &#8211; so z.B. die Bekanntmachung der Probleme die einzelne Atomforschungs- und Atomkraftanstalten von dem Beben davongetragen haben.</p>
<p>Zudem denke ich, das China das Beben als innenpolitisches Phänomen behandelt und &#8216;ihnen&#8217; die Aussendarstellung ziemlich egal ist. China ist aus unterschiedlichen Gründen immer so eingestellt. Olympia bildet (was instrumentalisierte Selbstdarstellung betrifft) da eine Ausnahme, die aber auch völlig überbewertet wird.</p>
<p>Die Grundargumentation dieses Beitrags kann ich mir eher auf den &#8220;Freiheitskampf&#8221; der Tibeter bezogen vorstellen. Da (bzgl. Tibet) wird meiner Meinung nach das Betrieben, was du hier China ans Bein bindest &#8211; die Instrumentalisierung von Opfern und Zurechnung auf Täter um politische Ziele zu verfolgen.</p>
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