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	<title>Kommentare zu: Geld, ein Kommunikationsmedium voller Tücke</title>
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	<description>Die Sprengkraft soziologischer Beobachtung</description>
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		<title>Von: Stefan Schulz</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2008/09/21/geld-ein-kommunikationsmedium-voller-tucke/#comment-280</link>
		<dc:creator>Stefan Schulz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 11:07:02 +0000</pubDate>
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		<description>Der letzte Kommentar ist ziemlich wirr...

Fetischisierung des Mediums Geld, naturdeterminierte Vorraussetzung sozialer Systeme und Abstraktion des Mediums Geld???</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der letzte Kommentar ist ziemlich wirr&#8230;</p>
<p>Fetischisierung des Mediums Geld, naturdeterminierte Vorraussetzung sozialer Systeme und Abstraktion des Mediums Geld???</p>
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		<title>Von: Matze</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2008/09/21/geld-ein-kommunikationsmedium-voller-tucke/#comment-279</link>
		<dc:creator>Matze</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 11:00:39 +0000</pubDate>
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		<description>In meinen Augen ist in der letzten Zeit auf den Finanzmärkten nur das Vertrauen in die Liquidität erschüttert worden. Dieser Zusammenhang ließ Reflektionsmöglichkeiten zu, indem man hinterfragen konnte, wofür das in Überschuss vorhandene Kapital eigentlich verwendet worden ist. Hierbei fiel auf, dass das weltweite Spekulationsgeschaft auf den Finanzmärkten maßgeblich zu einer Abstraktion des Mediums Geld geführt hat. 
Waren werden nicht mehr gegen Geld eingetauscht, sondern Geld gegen Geld an Dritte zu verleihen, unter der Voraussetzung sich gegen des Risikos bei Zahlungsausfall oder Insolvenz zu versichern (Stichwort Credit Default Swap). 

Das interessante an diesem Zusammenhang ist doch, dass der Drang sich über das Medium Geld selbst zu verwirklichen, die Abhängigkeiten zwischen Banken, Staaten, Bürgern verstärkt. Folglich kann die weltweite Vernetzung der Weltgesellschaft über die Fluktuation der Finanzströme beobachtet werden. Natürlich stellt sich hierbei die Frage, ob Veränderungen auf globalen Finanzmärkten auch tatsächliche Veränderungen in der Realwirtschaft ergeben. 

Was ergeben sich im Zeitalter der Globalisierung für Zusammenhänge für Tausch - und Gebrauchswerten? 
Mir scheint, dass die Fetischisierung des Geldmediums dazu geführt hat, dass Geld nur noch als astraktes Rechenmittel gilt (und demnach immer stärker in den Bann der Zweitcodierung von Mathematik und Physik gerät). 
Operieren soziale Systeme tatsächlich unter solch starken naturdeterminierten Voraussetzungen?

Welche Rolle spielen bei der wachsenden Bedeutung der Finanzmärkte die Produktivkräfte in den sich stetig wandelnden Produktionsverhältnissen, wenn eine Fetischisierung des Mediums Geld bemerkbar wird?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In meinen Augen ist in der letzten Zeit auf den Finanzmärkten nur das Vertrauen in die Liquidität erschüttert worden. Dieser Zusammenhang ließ Reflektionsmöglichkeiten zu, indem man hinterfragen konnte, wofür das in Überschuss vorhandene Kapital eigentlich verwendet worden ist. Hierbei fiel auf, dass das weltweite Spekulationsgeschaft auf den Finanzmärkten maßgeblich zu einer Abstraktion des Mediums Geld geführt hat.<br />
Waren werden nicht mehr gegen Geld eingetauscht, sondern Geld gegen Geld an Dritte zu verleihen, unter der Voraussetzung sich gegen des Risikos bei Zahlungsausfall oder Insolvenz zu versichern (Stichwort Credit Default Swap). </p>
<p>Das interessante an diesem Zusammenhang ist doch, dass der Drang sich über das Medium Geld selbst zu verwirklichen, die Abhängigkeiten zwischen Banken, Staaten, Bürgern verstärkt. Folglich kann die weltweite Vernetzung der Weltgesellschaft über die Fluktuation der Finanzströme beobachtet werden. Natürlich stellt sich hierbei die Frage, ob Veränderungen auf globalen Finanzmärkten auch tatsächliche Veränderungen in der Realwirtschaft ergeben. </p>
<p>Was ergeben sich im Zeitalter der Globalisierung für Zusammenhänge für Tausch &#8211; und Gebrauchswerten?<br />
Mir scheint, dass die Fetischisierung des Geldmediums dazu geführt hat, dass Geld nur noch als astraktes Rechenmittel gilt (und demnach immer stärker in den Bann der Zweitcodierung von Mathematik und Physik gerät).<br />
Operieren soziale Systeme tatsächlich unter solch starken naturdeterminierten Voraussetzungen?</p>
<p>Welche Rolle spielen bei der wachsenden Bedeutung der Finanzmärkte die Produktivkräfte in den sich stetig wandelnden Produktionsverhältnissen, wenn eine Fetischisierung des Mediums Geld bemerkbar wird?</p>
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		<title>Von: Stefan Schulz</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2008/09/21/geld-ein-kommunikationsmedium-voller-tucke/#comment-278</link>
		<dc:creator>Stefan Schulz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 09:19:40 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, Geld als Kommunikationsmittel ist natürlich funktionsfähig - wir sehen es ja daran, dass die aktuelle Problemlage nur mit Geld gelöst wird und wohl auch nur so gelöst werden kann.

Als ich schrieb: &quot;Geld ist als reines Kommunikationsmedium gescheitert.&quot; Meinte ich eher, die reinen Geldströme der Finanzwirtschaft. Dort findet ja kein Handel im Sinne von Ware (alle drei Sinndimensionen spezifiziert) gegen Geld (alle drei Sinndimensionen generalisiert) statt. Sondern es wird Geld mit Geld gehandelt. Dieser Markt, in dem quasi nichts substantielles gehandelt wurde, sondern es nur darum ging, ein Schneeballprinzip am Laufen zu halten hörte tatsächlich auf (und läuft wohl gegenwärtig schleppend wieder an).

Geld als reines Kommunikationsmedium war nicht mehr Anschlussfähig. Die Banken haben in der Präferenzseite des Codes (Zahlung) keine Nutzen mehr gesehen und nicht mehr gezahlt. Und die &quot;Ware&quot; wurde einfach pauschal entwertet (sieht man an Begriffen wie &quot;Giftmüll&quot;, &quot;Schrott&quot;, ...)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, Geld als Kommunikationsmittel ist natürlich funktionsfähig &#8211; wir sehen es ja daran, dass die aktuelle Problemlage nur mit Geld gelöst wird und wohl auch nur so gelöst werden kann.</p>
<p>Als ich schrieb: &#8220;Geld ist als reines Kommunikationsmedium gescheitert.&#8221; Meinte ich eher, die reinen Geldströme der Finanzwirtschaft. Dort findet ja kein Handel im Sinne von Ware (alle drei Sinndimensionen spezifiziert) gegen Geld (alle drei Sinndimensionen generalisiert) statt. Sondern es wird Geld mit Geld gehandelt. Dieser Markt, in dem quasi nichts substantielles gehandelt wurde, sondern es nur darum ging, ein Schneeballprinzip am Laufen zu halten hörte tatsächlich auf (und läuft wohl gegenwärtig schleppend wieder an).</p>
<p>Geld als reines Kommunikationsmedium war nicht mehr Anschlussfähig. Die Banken haben in der Präferenzseite des Codes (Zahlung) keine Nutzen mehr gesehen und nicht mehr gezahlt. Und die &#8220;Ware&#8221; wurde einfach pauschal entwertet (sieht man an Begriffen wie &#8220;Giftmüll&#8221;, &#8220;Schrott&#8221;, &#8230;)</p>
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	<item>
		<title>Von: Matze</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2008/09/21/geld-ein-kommunikationsmedium-voller-tucke/#comment-277</link>
		<dc:creator>Matze</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 08:50:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://sozialtheoristen.de/?p=150#comment-277</guid>
		<description>Woher kann man unter einer systemtheoretischen Perspektive davon ausgehen, dass Geld als Kommunikationsmedium gescheitert ist? Schließlich impliziert die Systemtheorie die Unprognostizierbarkeit der Zukunft. 
Weiterhin bin ich mir nicht sicher, dass Geld als Tausch -, Wertaufbewahrungs- oder Recheneinheit seine Funktion überhaupt verlieren kann. Schließlich sind alle gesellschaftlichen Funktionssysteme an Geld in Form von Erwartungsstrukturen strukturell gekoppelt. 
Sofern wir davon ausgehen, dass Geld als Rechenmittel gilt, mit dem Knappheit zum Ausdruck kommt, kann man im Zuge der Finanzkrise beobachten, dass es als Kommunikationmedium wesentlich an Bedeutung zugenommen hat. Schließlich sind wir an einem Punkt angekommen, an dem wir uns eingestehen müssen, nicht allzu unreflektiert Geld in Form von Krediten zu gewähren bzw. in Anspruch zu nehmen. 
wir beobachten derzeit eher einen Transformationsprozess des Mediums Gelds. Schließlich muss sich die Gesellschaft über Kommunikation darauf verständigen, wie die Kreditinstitute mit der zunehmenden Verknappung der Geldreserven künftig umgehen. Paradoxerweise beträgt derzeit das Weltvermögen das 3,5 fache des Welt - BIP, so dass man von einer Knappheit eigentlich gar nicht ausgehen könnte, sofern man nicht berücksichtigt, dass diese Einlagen in Form von Krediten umverteilt worden sind. Faktisch sind die Ersparnisse nicht mehr vorhanden, aber als Zahl auf dem Konto vermerkt. 
Kurzum, in den letzten Jahrzehnten hat sich das Verhältnis von Zeit und Raum so schnell verändert, so dass das Kapital innerhalb Sekundenbruchteile über die gesammte Welt verschoben werden konnte. Letztlich haben sich die Kreditinstitute weltweit gegenseitig mit Krediten bedient. Es kam zu einer weltweiten Vernetzung der Kapitalmärkte, und im Zuge einer Krise lassen sich die Kredite nicht so unvermittelt tilgen. 
Geld hat also seine Funktion einer gänzlich unhinterfragbaren Hintergrundüberzeugung verloren. Über die Bedeutung un der Funktion von Geld kann über Kommunikation reflektiert werden. Dennoch bin ich mir vollkommen sicher, dass wir auch weiterhin über ein abstraktes Kommunikationsmedium verfügen müssen, über das Knappheit zum Ausdruck kommt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Woher kann man unter einer systemtheoretischen Perspektive davon ausgehen, dass Geld als Kommunikationsmedium gescheitert ist? Schließlich impliziert die Systemtheorie die Unprognostizierbarkeit der Zukunft.<br />
Weiterhin bin ich mir nicht sicher, dass Geld als Tausch -, Wertaufbewahrungs- oder Recheneinheit seine Funktion überhaupt verlieren kann. Schließlich sind alle gesellschaftlichen Funktionssysteme an Geld in Form von Erwartungsstrukturen strukturell gekoppelt.<br />
Sofern wir davon ausgehen, dass Geld als Rechenmittel gilt, mit dem Knappheit zum Ausdruck kommt, kann man im Zuge der Finanzkrise beobachten, dass es als Kommunikationmedium wesentlich an Bedeutung zugenommen hat. Schließlich sind wir an einem Punkt angekommen, an dem wir uns eingestehen müssen, nicht allzu unreflektiert Geld in Form von Krediten zu gewähren bzw. in Anspruch zu nehmen.<br />
wir beobachten derzeit eher einen Transformationsprozess des Mediums Gelds. Schließlich muss sich die Gesellschaft über Kommunikation darauf verständigen, wie die Kreditinstitute mit der zunehmenden Verknappung der Geldreserven künftig umgehen. Paradoxerweise beträgt derzeit das Weltvermögen das 3,5 fache des Welt &#8211; BIP, so dass man von einer Knappheit eigentlich gar nicht ausgehen könnte, sofern man nicht berücksichtigt, dass diese Einlagen in Form von Krediten umverteilt worden sind. Faktisch sind die Ersparnisse nicht mehr vorhanden, aber als Zahl auf dem Konto vermerkt.<br />
Kurzum, in den letzten Jahrzehnten hat sich das Verhältnis von Zeit und Raum so schnell verändert, so dass das Kapital innerhalb Sekundenbruchteile über die gesammte Welt verschoben werden konnte. Letztlich haben sich die Kreditinstitute weltweit gegenseitig mit Krediten bedient. Es kam zu einer weltweiten Vernetzung der Kapitalmärkte, und im Zuge einer Krise lassen sich die Kredite nicht so unvermittelt tilgen.<br />
Geld hat also seine Funktion einer gänzlich unhinterfragbaren Hintergrundüberzeugung verloren. Über die Bedeutung un der Funktion von Geld kann über Kommunikation reflektiert werden. Dennoch bin ich mir vollkommen sicher, dass wir auch weiterhin über ein abstraktes Kommunikationsmedium verfügen müssen, über das Knappheit zum Ausdruck kommt.</p>
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	<item>
		<title>Von: Mmog</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2008/09/21/geld-ein-kommunikationsmedium-voller-tucke/#comment-224</link>
		<dc:creator>Mmog</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 12:28:14 +0000</pubDate>
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		<description>Dass die Zinsen aus den laufenden Krediten beglichen werden müssen, und sie selbst nicht Bestandteil der Geldschöpfung sind, hätte noch deutlicher gemacht werden können.

Aber ich weiß selbst wie schwer es ist, zu dem Thema verlässliche Quellen zu finden. Es ist kaum zu glauben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die Zinsen aus den laufenden Krediten beglichen werden müssen, und sie selbst nicht Bestandteil der Geldschöpfung sind, hätte noch deutlicher gemacht werden können.</p>
<p>Aber ich weiß selbst wie schwer es ist, zu dem Thema verlässliche Quellen zu finden. Es ist kaum zu glauben.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Sozialtheoristen &#187; Blog Archive &#187; Das Technologiedefizit des Wirtschaftssystems</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2008/09/21/geld-ein-kommunikationsmedium-voller-tucke/#comment-152</link>
		<dc:creator>Sozialtheoristen &#187; Blog Archive &#187; Das Technologiedefizit des Wirtschaftssystems</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 13:27:38 +0000</pubDate>
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		<description>[...] die keine Produkte im materiellen Sinne, sondern Geld, also soziale Konstrukte verändern wollen, stehen vor dem Problem, dass die wesentlichen [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] die keine Produkte im materiellen Sinne, sondern Geld, also soziale Konstrukte verändern wollen, stehen vor dem Problem, dass die wesentlichen [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Stefan Schulz</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2008/09/21/geld-ein-kommunikationsmedium-voller-tucke/#comment-137</link>
		<dc:creator>Stefan Schulz</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 15:53:18 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, ich würde auch grundsätzlich zwischen Real- und Kreditwirtschaft unterscheiden. Das ist ja letztlich auch das grundlegende Prinzip. Allerdings sind dieser Unterscheidung in der Realität gewisse Grenzen gesetzt, sie darf nicht &quot;haltlos&quot; werden. 

Der Dollar, und damit die gesamte Realwirtschaft Amerikas und vieler Regionen auf der Welt, stützt seinen Wert (nur noch) auf das Vertrauen, dass Amerika irgendwann mal seine Schulden und regelmässig die anfallenden Zinsen bedienen kann. Dieses Vertauen nimmt ab, wodurch alles ins Wanken gerät. 

Das Geld als grundsätzliches Kommunikationsmittel scheitert, kann man daraus natürlich nicht ableiten. ;-) Allerdings sieht man, das Geld nicht per se ein erfolgreiches Kommunikatiosmedium ist, sondern gewisser Justierungen bedarf - beispielsweise einer Rückkopplung auf werthaltige Substanz, wie etwa Gold. 

Es ist gut denkbar, dass es in 5 Jahren keine Notenbanken und keine freischwebendes Fiat-Money mehr gibt. Das man jetzt noch von &quot;Regulierung der Finanzmärkte&quot; spricht verstehe ich als &quot;Denken aus Gewohnheit&quot;. Der Dollar hat eine beinah 300 jährige Geschichte als erfolgreiches Kommunikationsmedium, die letzten 30 Jahre war er eine substanzlose Papierwährung, die von Menschenhand reguliert werden musste. Das rächt sich nun schlagartig.

Man könnte darüber diskutieren, dass die letzten 30 Jahre auch eine radikale Beschleunigung der Entwicklungen stattgefunden hat - technologisch wie auch sozial. Allerdings lebten wir eben auch auf Kosten einer unbekannten Zukunft.

Naja, mal sehen. So richtig hingehauen hat weder der Kommunismus, noch die radikal freie Marktwirtschaft mittels Fiat-Money. &lt;a href=&quot;http://www.weissgarnix.de/?p=523&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Jetzt warten wir erstmal gespannt die nahe Zukunft ab.&lt;/a&gt; </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, ich würde auch grundsätzlich zwischen Real- und Kreditwirtschaft unterscheiden. Das ist ja letztlich auch das grundlegende Prinzip. Allerdings sind dieser Unterscheidung in der Realität gewisse Grenzen gesetzt, sie darf nicht &#8220;haltlos&#8221; werden. </p>
<p>Der Dollar, und damit die gesamte Realwirtschaft Amerikas und vieler Regionen auf der Welt, stützt seinen Wert (nur noch) auf das Vertrauen, dass Amerika irgendwann mal seine Schulden und regelmässig die anfallenden Zinsen bedienen kann. Dieses Vertauen nimmt ab, wodurch alles ins Wanken gerät. </p>
<p>Das Geld als grundsätzliches Kommunikationsmittel scheitert, kann man daraus natürlich nicht ableiten. ;-) Allerdings sieht man, das Geld nicht per se ein erfolgreiches Kommunikatiosmedium ist, sondern gewisser Justierungen bedarf &#8211; beispielsweise einer Rückkopplung auf werthaltige Substanz, wie etwa Gold. </p>
<p>Es ist gut denkbar, dass es in 5 Jahren keine Notenbanken und keine freischwebendes Fiat-Money mehr gibt. Das man jetzt noch von &#8220;Regulierung der Finanzmärkte&#8221; spricht verstehe ich als &#8220;Denken aus Gewohnheit&#8221;. Der Dollar hat eine beinah 300 jährige Geschichte als erfolgreiches Kommunikationsmedium, die letzten 30 Jahre war er eine substanzlose Papierwährung, die von Menschenhand reguliert werden musste. Das rächt sich nun schlagartig.</p>
<p>Man könnte darüber diskutieren, dass die letzten 30 Jahre auch eine radikale Beschleunigung der Entwicklungen stattgefunden hat &#8211; technologisch wie auch sozial. Allerdings lebten wir eben auch auf Kosten einer unbekannten Zukunft.</p>
<p>Naja, mal sehen. So richtig hingehauen hat weder der Kommunismus, noch die radikal freie Marktwirtschaft mittels Fiat-Money. <a href="http://www.weissgarnix.de/?p=523" rel="nofollow">Jetzt warten wir erstmal gespannt die nahe Zukunft ab.</a> </p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Rena Schwarting</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2008/09/21/geld-ein-kommunikationsmedium-voller-tucke/#comment-136</link>
		<dc:creator>Rena Schwarting</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 13:55:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://sozialtheoristen.de/?p=150#comment-136</guid>
		<description>Eine Frage zum letzten Abschnitt, ob Geld als reines Kommunikationsmedium gescheitert sei und sich zu sehr auf die Kommunikation, anstelle der Substanz, verlassen habe: Die Kommunikation funktioniert doch prächtig, wenn man sich die exobritante Zunahme der Finanztransaktionen ansieht. Ich glaube, man muss hier zwischen Güter-, Geld- und Finanzmärkten unterscheiden. Das Finanzmärkte nicht auf Realproduktion basieren (wenn du das mit Substanz meinst) würde ich als genuin bezeichnen und macht gerade das Novum bzw. die starke Votalität dieses Marktes aus. Im Gegensatz zu Güter- und Geldmärkten, würde ich dann eher folgern, dass die &quot;Symbolkraft&quot; auf Finanzmärkten stärker ausgeprägt ist, um Unsicherheitsabsorbtion zu gewährleisten, um &quot;Gefahren&quot; in &quot;Risiken&quot; zu transformieren und damit schließlich auch um &quot;Chancen&quot; (Gewinne) meinen, beobachten zu können.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Frage zum letzten Abschnitt, ob Geld als reines Kommunikationsmedium gescheitert sei und sich zu sehr auf die Kommunikation, anstelle der Substanz, verlassen habe: Die Kommunikation funktioniert doch prächtig, wenn man sich die exobritante Zunahme der Finanztransaktionen ansieht. Ich glaube, man muss hier zwischen Güter-, Geld- und Finanzmärkten unterscheiden. Das Finanzmärkte nicht auf Realproduktion basieren (wenn du das mit Substanz meinst) würde ich als genuin bezeichnen und macht gerade das Novum bzw. die starke Votalität dieses Marktes aus. Im Gegensatz zu Güter- und Geldmärkten, würde ich dann eher folgern, dass die &#8220;Symbolkraft&#8221; auf Finanzmärkten stärker ausgeprägt ist, um Unsicherheitsabsorbtion zu gewährleisten, um &#8220;Gefahren&#8221; in &#8220;Risiken&#8221; zu transformieren und damit schließlich auch um &#8220;Chancen&#8221; (Gewinne) meinen, beobachten zu können.</p>
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