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	<title>Kommentare zu: &#8216;Relevanz&#8217; als symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium</title>
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	<description>Die Sprengkraft soziologischer Beobachtung</description>
	<lastBuildDate>Mon, 21 May 2012 13:53:43 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Sozialtheoristen &#187; Personelle Expertise in den Massenmedien</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2009/10/22/relevanz-als-symbolisch-generalisiertes-kommunikationsmedium/#comment-1385</link>
		<dc:creator>Sozialtheoristen &#187; Personelle Expertise in den Massenmedien</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 16:24:36 +0000</pubDate>
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		<description>[...] anderthalb Jahren war es hier schon einmal Thema, dass sich die Massenmedien im Wandel befinden und neben dem Informationscode einen Relevanzcode bedeutender wird. Meiner Ansicht nach zeichnet sich das weiterhin ab, was bedeuten würde, dass der [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] anderthalb Jahren war es hier schon einmal Thema, dass sich die Massenmedien im Wandel befinden und neben dem Informationscode einen Relevanzcode bedeutender wird. Meiner Ansicht nach zeichnet sich das weiterhin ab, was bedeuten würde, dass der [...]</p>
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		<title>Von: Sebastian</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2009/10/22/relevanz-als-symbolisch-generalisiertes-kommunikationsmedium/#comment-445</link>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 17:31:26 +0000</pubDate>
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		<description>Erst einmal gebührt Stefan großer Dank für die Zusammenfassung (auch wenn m.E. besonders relevante Folgefragen wie beispielsweise die nach Modifikationen auf Programmebene, etwas kurz kommen... aber wer meckert, soll erst mal besser zusammenfassen...!).

Eine Anmerkung zu Wolf (dann erst einmal Fußball):

&quot;Technisch wird diese Entwicklung befördert durch den faktisch unbegrenzten Platz im Netz&quot;
Exakt. Und die (potentiell) unbegrenzten Anschlussoptionen in Form von Links, Kommentaren - kurz: der gute, alte Überschusssinn. Mit dem man sich insbesondere zu Beginn neuer Medienepochen konfrontiert sieht. Wir können (und wollen!) auch gar nicht mehr &quot;alles&quot; lesen. Es gibt &quot;Je-Relevanzen&quot;, Differenz statt Identität. In rekursiven Formen kann eigene Komplexität erreicht (und dekomponiert) werden: Für Sinn ist stets gesorgt. Alles ist potentiell relevant (oder: irrelevant). Sinnverarbeitung sollte uns nicht beunruhigen - aber wie steht es um (gesellschaftliche) Synchronisation? Selbst wenn wir für&#039;s erste beim Code Information/Nichtinformation bleiben, die Programme müssen den Herausforderungen angepasst werden. Was heisst müssen? Sie werden sich anpassen.

(Äh... 31. Minute und schon ein Tor verpasst)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Erst einmal gebührt Stefan großer Dank für die Zusammenfassung (auch wenn m.E. besonders relevante Folgefragen wie beispielsweise die nach Modifikationen auf Programmebene, etwas kurz kommen&#8230; aber wer meckert, soll erst mal besser zusammenfassen&#8230;!).</p>
<p>Eine Anmerkung zu Wolf (dann erst einmal Fußball):</p>
<p>&#8220;Technisch wird diese Entwicklung befördert durch den faktisch unbegrenzten Platz im Netz&#8221;<br />
Exakt. Und die (potentiell) unbegrenzten Anschlussoptionen in Form von Links, Kommentaren &#8211; kurz: der gute, alte Überschusssinn. Mit dem man sich insbesondere zu Beginn neuer Medienepochen konfrontiert sieht. Wir können (und wollen!) auch gar nicht mehr &#8220;alles&#8221; lesen. Es gibt &#8220;Je-Relevanzen&#8221;, Differenz statt Identität. In rekursiven Formen kann eigene Komplexität erreicht (und dekomponiert) werden: Für Sinn ist stets gesorgt. Alles ist potentiell relevant (oder: irrelevant). Sinnverarbeitung sollte uns nicht beunruhigen &#8211; aber wie steht es um (gesellschaftliche) Synchronisation? Selbst wenn wir für&#8217;s erste beim Code Information/Nichtinformation bleiben, die Programme müssen den Herausforderungen angepasst werden. Was heisst müssen? Sie werden sich anpassen.</p>
<p>(Äh&#8230; 31. Minute und schon ein Tor verpasst)</p>
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		<title>Von: Wolf</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2009/10/22/relevanz-als-symbolisch-generalisiertes-kommunikationsmedium/#comment-444</link>
		<dc:creator>Wolf</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 12:35:07 +0000</pubDate>
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		<description>Hier ein erster Versuch, zu sagen, was ich meine:

Nichts ist potenziell irrelevant. Daher gilt, was Du schreibst, nämlich, &quot;dass auch gesellschaftsweit das Problem besteht, diese Unterscheidung zu prozessieren&quot;. Relevanz ist letztlich nur ein anderes Wort für Sinn. Jede Anschlusskommunikation findet nur statt, weil die vorhergehende als relevant eingestuft wurde.

Massenmedien werden nicht nach Relevanzkriterien hergestellt (das ist zumindest keine hinreichende Beschreibung - ihr Code gilt weiterhin), sondern nach solchen rezipiert. Und nichts ist potenziell irrelevant, das müssen sie zunehmend erkennen. Seit im Netz prinzipiell jede und jeder 1-n-Kommunikation auslösen kann, ist beobachtbar, dass eigentlich nichts niemanden interessiert. Die alte Prätention, dass man sich mit Tageszeitung am Morgen und Tagesschau am Abend für informiert zu halten kann, bricht langsam zusammen. Technisch wird diese Entwicklung befördert durch den faktisch unbegrenzten Platz im Netz - im Gegensatz zum begrenzt verfügbaren Papier und zur ebenso begrenzt verfügbaren Sendezeit. Das versetzt die Massenmedien unter enormen Druck zu berichten - Druck, dem aus meiner Sicht die klassischen Druck- und Sendeformate bald nicht mehr werden standhalten können. 

Es ist nicht so sehr das Vergessen, das die Massenmedien unter Netzbedingungen einüben müssen, sondern das gezielte Erinnern. &quot;einestages&quot; bei Spiegel Online, wo ausschließlich Sachen von Anno Tobak dargeboten werden, ist da beispielhaft. Vergessen ist ja im Prinzip schon, was nicht mehr auf der Startseite steht. Wenn das irgendjemand wieder ausgräbt, betrifft das das Massenmedium selbst ebensowenig, wie wenn jemand akribisch Zeitungsartikel ausschneidet und abheftet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hier ein erster Versuch, zu sagen, was ich meine:</p>
<p>Nichts ist potenziell irrelevant. Daher gilt, was Du schreibst, nämlich, &#8220;dass auch gesellschaftsweit das Problem besteht, diese Unterscheidung zu prozessieren&#8221;. Relevanz ist letztlich nur ein anderes Wort für Sinn. Jede Anschlusskommunikation findet nur statt, weil die vorhergehende als relevant eingestuft wurde.</p>
<p>Massenmedien werden nicht nach Relevanzkriterien hergestellt (das ist zumindest keine hinreichende Beschreibung &#8211; ihr Code gilt weiterhin), sondern nach solchen rezipiert. Und nichts ist potenziell irrelevant, das müssen sie zunehmend erkennen. Seit im Netz prinzipiell jede und jeder 1-n-Kommunikation auslösen kann, ist beobachtbar, dass eigentlich nichts niemanden interessiert. Die alte Prätention, dass man sich mit Tageszeitung am Morgen und Tagesschau am Abend für informiert zu halten kann, bricht langsam zusammen. Technisch wird diese Entwicklung befördert durch den faktisch unbegrenzten Platz im Netz &#8211; im Gegensatz zum begrenzt verfügbaren Papier und zur ebenso begrenzt verfügbaren Sendezeit. Das versetzt die Massenmedien unter enormen Druck zu berichten &#8211; Druck, dem aus meiner Sicht die klassischen Druck- und Sendeformate bald nicht mehr werden standhalten können. </p>
<p>Es ist nicht so sehr das Vergessen, das die Massenmedien unter Netzbedingungen einüben müssen, sondern das gezielte Erinnern. &#8220;einestages&#8221; bei Spiegel Online, wo ausschließlich Sachen von Anno Tobak dargeboten werden, ist da beispielhaft. Vergessen ist ja im Prinzip schon, was nicht mehr auf der Startseite steht. Wenn das irgendjemand wieder ausgräbt, betrifft das das Massenmedium selbst ebensowenig, wie wenn jemand akribisch Zeitungsartikel ausschneidet und abheftet.</p>
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