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	<title>Kommentare zu: Zum Umbau des Systems der Massenmedien</title>
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	<description>Die Sprengkraft soziologischer Beobachtung</description>
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		<title>Von: Sebastian Plönges</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2009/10/23/zum-umbau-des-systems-der-massenmedien/comment-page-1/#comment-466</link>
		<dc:creator>Sebastian Plönges</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 12:46:36 +0000</pubDate>
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		<description>Noch einmal zur Sache mit der Berichterstattung im Fußball:

Habe gerade einen sehr lesenswerten Artikel in der aktuellen 11Freunde gelesen, eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Verfassung des italienischen Fußballs. Der Verfasser schildert eine Pressekonferenz des Nationaltrainers Marcello Lippi:

&lt;blockquote&gt;&quot;Der Nationaltrainer beantwortet eine halbe Stunde lang alle Fragen geduldig. Die nächsten drei Tage wird sich das Spiel wiederholen. Am vierten tag platzt ihm der Kragen: &quot;Für uns interessiert sich kein Mensch!&quot;, brüllt er. &quot;Das gefällt mir absolut nicht, weil die Spiele [...] uns bereits die Qualifikation für die WM ermöglichen könnten.&quot;
Sie haben es übertrieben. Es ist eine typische Situation für den italienischen Fußball. Es geht immer weniger um die 90 Minuten, in denen zwei Mannschaften versuchen, ein Fußballspiel zu gewinnen. Wichtiger ist das Drumherum, die vielen Worte, die täglich von Dutzenden Fernseh- und Radiosendern ausgestrahlt und in drei täglich und landesweit erscheinenden Sportzeitungen gedruckt werden.&quot; 
(Julius Müller-Meiningen: Land mit Löchern, in: 11Freunde 95 (Oktober 2009), S. 88 - 97, hier: S. 94.)&lt;/blockquote&gt;

Der italienische Fußball, die deutschsprachige Wikipedia - mehr Bots!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Noch einmal zur Sache mit der Berichterstattung im Fußball:</p>
<p>Habe gerade einen sehr lesenswerten Artikel in der aktuellen 11Freunde gelesen, eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Verfassung des italienischen Fußballs. Der Verfasser schildert eine Pressekonferenz des Nationaltrainers Marcello Lippi:</p>
<blockquote><p>&#8220;Der Nationaltrainer beantwortet eine halbe Stunde lang alle Fragen geduldig. Die nächsten drei Tage wird sich das Spiel wiederholen. Am vierten tag platzt ihm der Kragen: &#8220;Für uns interessiert sich kein Mensch!&#8221;, brüllt er. &#8220;Das gefällt mir absolut nicht, weil die Spiele [...] uns bereits die Qualifikation für die WM ermöglichen könnten.&#8221;<br />
Sie haben es übertrieben. Es ist eine typische Situation für den italienischen Fußball. Es geht immer weniger um die 90 Minuten, in denen zwei Mannschaften versuchen, ein Fußballspiel zu gewinnen. Wichtiger ist das Drumherum, die vielen Worte, die täglich von Dutzenden Fernseh- und Radiosendern ausgestrahlt und in drei täglich und landesweit erscheinenden Sportzeitungen gedruckt werden.&#8221;<br />
(Julius Müller-Meiningen: Land mit Löchern, in: 11Freunde 95 (Oktober 2009), S. 88 &#8211; 97, hier: S. 94.)</p></blockquote>
<p>Der italienische Fußball, die deutschsprachige Wikipedia &#8211; mehr Bots!</p>
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		<title>Von: Sebastian</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2009/10/23/zum-umbau-des-systems-der-massenmedien/comment-page-1/#comment-459</link>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 10:33:20 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, ich sehe deinen Punkt. Es ging mir aber primär um Redundanzvermeidung: Entweder man muss für jeden Kommentar die gesamte Vorgeschichte zusammenfassen (oder auf entsprechende Aspekte hin-weisen, was streng interpretiert nur ein funktionales Äquivalent zum Vorschlag sein kann, die Kommunikation seit ihrem Beginn mit deinem Initialartikel und allem was folgte nachzuvollziehen) oder es gehen tatsächlich wichtige Gesichtspunkte verloren - was ich schade fänd&#039;.

Der Vorschlag, ein eigenes (vorläufiges) Resümee zu schreiben (dann übrigens auch gerne hier) klingt zwar verlockend - würde die Problematik (aus meiner Perspektive) allerdings nur triggern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, ich sehe deinen Punkt. Es ging mir aber primär um Redundanzvermeidung: Entweder man muss für jeden Kommentar die gesamte Vorgeschichte zusammenfassen (oder auf entsprechende Aspekte hin-weisen, was streng interpretiert nur ein funktionales Äquivalent zum Vorschlag sein kann, die Kommunikation seit ihrem Beginn mit deinem Initialartikel und allem was folgte nachzuvollziehen) oder es gehen tatsächlich wichtige Gesichtspunkte verloren &#8211; was ich schade fänd&#8217;.</p>
<p>Der Vorschlag, ein eigenes (vorläufiges) Resümee zu schreiben (dann übrigens auch gerne hier) klingt zwar verlockend &#8211; würde die Problematik (aus meiner Perspektive) allerdings nur triggern.</p>
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		<title>Von: Stefan Schulz</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2009/10/23/zum-umbau-des-systems-der-massenmedien/comment-page-1/#comment-458</link>
		<dc:creator>Stefan Schulz</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 10:25:52 +0000</pubDate>
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		<description>(Wir sollten die Artikel und Beiträge so streuen, wie uns beliebt. Dass zwischen Lesen und Kommentieren Dinge verloren gehen oder andere unverhofft aufkommen oder sich vermischen - passiert eben. Wenn du, Sebastian, auch mal einen ausführlichen Kommentar zum ganzen schreiben willst, richte ich dir gerne auch einen Autorenzugang zu den Sozialtheoristen ein, dann kannst du kleine Kommentare in einem großen Artikel bündeln und zur Diskussion stellen.)

Edit: oder, natürlich, du schreibst ihn bei dir und lockst uns dann zu dir rüber. ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>(Wir sollten die Artikel und Beiträge so streuen, wie uns beliebt. Dass zwischen Lesen und Kommentieren Dinge verloren gehen oder andere unverhofft aufkommen oder sich vermischen &#8211; passiert eben. Wenn du, Sebastian, auch mal einen ausführlichen Kommentar zum ganzen schreiben willst, richte ich dir gerne auch einen Autorenzugang zu den Sozialtheoristen ein, dann kannst du kleine Kommentare in einem großen Artikel bündeln und zur Diskussion stellen.)</p>
<p>Edit: oder, natürlich, du schreibst ihn bei dir und lockst uns dann zu dir rüber. ;-)</p>
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	<item>
		<title>Von: Stefan Schulz</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2009/10/23/zum-umbau-des-systems-der-massenmedien/comment-page-1/#comment-457</link>
		<dc:creator>Stefan Schulz</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 10:16:59 +0000</pubDate>
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		<description>Jo, uns fehlt Empirie zum &lt;i&gt;&#039;re-tweet&#039;&lt;/i&gt;. Könnte durchaus sein, und man sieht es ja auch bei Rivva.de u.ä., dass die Zunahme an (massenmedialer) Kommunikation fast ausschließlich auf der Reproduktion aufsetzt. Dass es quasi, auch wenn die Anzahl der Autoren rasant zunimmt, nicht um eine Einebnung der Zentrum/Peripherie-Unterscheidung, sondern nur um einen Aufmerksamkeitszuwachs der Periphierie handelt.

Man müsste dann auch nochmal genauer schauen, welche Web 2.0 Inhalte überhaupt als massenmediale gelten können. Denn nicht jede Internetkommunikation findet ja im Massenmedienssystem statt - egal wo man seine Grenze zieht. Private-Reiseberichte in Blogs, Wortspiele in Tweets sind ja beispielsweise auszuschließen.

In diesem Sinne kann man auch die Position des Nichtumbaus gut nachvollziehen.

Andere Sache: Von den Sportreporterbots hab ich ja noch nichts gehört - aber das schein genau mein Fall zu sein - Floskelfreie vertextlichung von Statistik, ohne das die Gefahr besteht, dass ein Sportjournalist ein Fussballspiel als einen &quot;Vortrag&quot; (http://j.mp/5TN31) interpretiert. (Mit der Meinung bin ich sicher allein, aber ich finds gut. ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jo, uns fehlt Empirie zum <i>&#8216;re-tweet&#8217;</i>. Könnte durchaus sein, und man sieht es ja auch bei Rivva.de u.ä., dass die Zunahme an (massenmedialer) Kommunikation fast ausschließlich auf der Reproduktion aufsetzt. Dass es quasi, auch wenn die Anzahl der Autoren rasant zunimmt, nicht um eine Einebnung der Zentrum/Peripherie-Unterscheidung, sondern nur um einen Aufmerksamkeitszuwachs der Periphierie handelt.</p>
<p>Man müsste dann auch nochmal genauer schauen, welche Web 2.0 Inhalte überhaupt als massenmediale gelten können. Denn nicht jede Internetkommunikation findet ja im Massenmedienssystem statt &#8211; egal wo man seine Grenze zieht. Private-Reiseberichte in Blogs, Wortspiele in Tweets sind ja beispielsweise auszuschließen.</p>
<p>In diesem Sinne kann man auch die Position des Nichtumbaus gut nachvollziehen.</p>
<p>Andere Sache: Von den Sportreporterbots hab ich ja noch nichts gehört &#8211; aber das schein genau mein Fall zu sein &#8211; Floskelfreie vertextlichung von Statistik, ohne das die Gefahr besteht, dass ein Sportjournalist ein Fussballspiel als einen &#8220;Vortrag&#8221; (<a href="http://j.mp/5TN31" rel="nofollow">http://j.mp/5TN31</a>) interpretiert. (Mit der Meinung bin ich sicher allein, aber ich finds gut. ;-)</p>
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		<title>Von: Sebastian</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2009/10/23/zum-umbau-des-systems-der-massenmedien/comment-page-1/#comment-456</link>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 10:15:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://sozialtheoristen.de/?p=584#comment-456</guid>
		<description>Wir haben es jetzt also auch ganz konkret mit einem Re-entry zu tun: Langsam wird die Diskussion auch hier unübersichtlich, weil sie auf drei Artikel verteilt werden kann. Das resultiert (ganz pragmatisch) in Anschlussunsicherheit. Soll ich diesen Kommentar in allen Diskussionen publizieren? Würdest du deine Antwort in die bestehende Diskussion copieren? Können wir uns auf einen zentralen Ort einigen? 

Hierzu gibt es viel zu sagen, insbesondere mit Blick auf die Unterscheidung &quot;konservative&quot;/&quot;progressive&quot; Anwendung von Systemtheorien (ich greife die Unterscheidung der Einfachheit halber erst einmal unkommentiert auf).

[Edit: Mir wäre es am liebsten, wir würden in der Diskussion von Stefans Initialartikel fortfahren. Mit deinem Artikel als fortlaufendem Kommentar...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben es jetzt also auch ganz konkret mit einem Re-entry zu tun: Langsam wird die Diskussion auch hier unübersichtlich, weil sie auf drei Artikel verteilt werden kann. Das resultiert (ganz pragmatisch) in Anschlussunsicherheit. Soll ich diesen Kommentar in allen Diskussionen publizieren? Würdest du deine Antwort in die bestehende Diskussion copieren? Können wir uns auf einen zentralen Ort einigen? </p>
<p>Hierzu gibt es viel zu sagen, insbesondere mit Blick auf die Unterscheidung &#8220;konservative&#8221;/&#8221;progressive&#8221; Anwendung von Systemtheorien (ich greife die Unterscheidung der Einfachheit halber erst einmal unkommentiert auf).</p>
<p>[Edit: Mir wäre es am liebsten, wir würden in der Diskussion von Stefans Initialartikel fortfahren. Mit deinem Artikel als fortlaufendem Kommentar...]</p>
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