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	<title>Kommentare zu: Das rundum gute Internet</title>
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	<description>Die Sprengkraft soziologischer Beobachtung</description>
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		<title>Von: R.I.P. Social Media &#171; kadekmedien&#39;s Blog</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2010/02/05/das-rundum-gute-internet/comment-page-1/#comment-819</link>
		<dc:creator>R.I.P. Social Media &#171; kadekmedien&#39;s Blog</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 May 2010 07:11:48 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Privatsphäre für tot und sorgte damit einigermaßen für Dauergesprächsstoff, der allgemein zu hitzigen Debatten über das Gut und Böse des Internet sowie zu einem viel sagend nichts sagendem Meinungsbild [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Privatsphäre für tot und sorgte damit einigermaßen für Dauergesprächsstoff, der allgemein zu hitzigen Debatten über das Gut und Böse des Internet sowie zu einem viel sagend nichts sagendem Meinungsbild [...]</p>
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		<title>Von: Sozialtheoristen &#187; Demokratische Komplexitätsreduktion durch Kollektiv-Maschinenintelligenz</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2010/02/05/das-rundum-gute-internet/comment-page-1/#comment-789</link>
		<dc:creator>Sozialtheoristen &#187; Demokratische Komplexitätsreduktion durch Kollektiv-Maschinenintelligenz</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 15:31:44 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Sixtus fragt, wer denn das Internet so bejubelt. Sie traut sich aber nicht ihn selbst und seinen blind-jubelnden, amtsmüden Elektrischen Reporter zu [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Sixtus fragt, wer denn das Internet so bejubelt. Sie traut sich aber nicht ihn selbst und seinen blind-jubelnden, amtsmüden Elektrischen Reporter zu [...]</p>
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		<title>Von: Links of the Week &#171; Learning Teaching English</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2010/02/05/das-rundum-gute-internet/comment-page-1/#comment-772</link>
		<dc:creator>Links of the Week &#171; Learning Teaching English</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 08:09:33 +0000</pubDate>
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		<description>[...] one of my lasts posts I talked boaut an article written by Kathrin Passig. Here is another, more critical [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] one of my lasts posts I talked boaut an article written by Kathrin Passig. Here is another, more critical [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Stefan Wild</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2010/02/05/das-rundum-gute-internet/comment-page-1/#comment-740</link>
		<dc:creator>Stefan Wild</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 09:49:50 +0000</pubDate>
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		<description>Herr Schulz (ich wusste nicht, dass hier das &quot;Sie&quot; üblich ist, sorry),

schön, dass wir es offensichtlich wenigstens schaffen, zu erkennen, wo wir aneinander vorbei schreiben. Ich versuche, mich diesmal kurz zu fassen ;)

Mit meinem Kommentar wollte ich darauf hinweisen, dass die Nebenwirkungen bei Ihren Vergleichsbeispielen in erster Linie Gesundheitsgefährdungen, die unfreiwillig hingenommen werden müssen sind, während es beim Internet als Kommunikationsmedium eher gesellschaftliche und wirtschaftliche sind, wobei mir die Wahl offensteht, ob und wie ich mich diesen Risiken aussetzen will oder nicht. Wie ich finde, zwei vollkommen unterschiedliche Kategorien von Problemen, die bei nur in einem einzigen Aspekt (&quot;Gutfinden&quot; bei gleichzeitigem Übersehen der möglichen Nebenwirkungen) ähnlich sind. In meinem Auge strahlen die oben beschriebenen anderen Aspekte bei dem Vergleich aber auf &quot;das Internet&quot; aus. Deshalb meine Beschwerde.

Mir ging es mit dem &quot;Verkäufer erfasst Daten&quot; Beispiel eher darum, zu zeigen, dass die Menschen generell (nicht nur auf das Internet beschränkt) dazu neigen, reichlich Informationen preiszugeben. Erst später fällt den Menschen dann auf, dass diese Informationen ja auch negative Auswirkungen haben könnten. Das Verarbeiten dieser Daten in elektronischer Form hat sicher schon Ausmaße angenommen, bei denen man sehr kritisch hinterfragen bzw. überprüfen muss, was da passiert.

Aber das passiert ja auch. Die von Ihnen angeführten Positivbeispiele CCC und FoeBud kann ich z.B. so bedenkenlos &quot;unterschreiben&quot;, da hier meiner Ansicht nach aufgeklärt (!) gewarnt und vor allem auch konstruktiv agiert wird. Denn da stehen Menschen hinter, die sich eingelassen haben auf die Dinge, vor deren Nebenwirkungen sie warnen. Bei den Bruchstücken, die ich von Herrn Schirrmacher (und vielen weiteren Vertretern seiner Branche) medial wahrgenommen habe, kann ich das nicht sehen (vgl. http://www.sueddeutsche.de/computer/218/495543/text/).

Aussagen wie “Das Internet ist voll nervig” oder “ziemlich zeitraubend” sind (mit Verlaub) auch einfach Quatsch. Belege sortieren ist auch voll nervig und ziemlich zeitraubend ;-) &quot;Verleger ziemlich arm machend&quot; ist auch nicht &quot;das Internet&quot;, und hier wird es spannend, sondern eine Marktveränderung, die u.a. durch Entwicklungen im Internet zustande gekommen sind. Und dass Marktveränderungen durch technologische (und ggf. daraus folgende gesellschaftliche) Entwicklungen einzelne Marktteilnehmer &quot;arm machen&quot; bzw. verdrängen kann, mag zwar schmerzhaft sein für diese (mitunter verwöhnten?) Marktteilnehmer, ist meines Erachtens aber nichts &quot;schlechtes&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Herr Schulz (ich wusste nicht, dass hier das &#8220;Sie&#8221; üblich ist, sorry),</p>
<p>schön, dass wir es offensichtlich wenigstens schaffen, zu erkennen, wo wir aneinander vorbei schreiben. Ich versuche, mich diesmal kurz zu fassen ;)</p>
<p>Mit meinem Kommentar wollte ich darauf hinweisen, dass die Nebenwirkungen bei Ihren Vergleichsbeispielen in erster Linie Gesundheitsgefährdungen, die unfreiwillig hingenommen werden müssen sind, während es beim Internet als Kommunikationsmedium eher gesellschaftliche und wirtschaftliche sind, wobei mir die Wahl offensteht, ob und wie ich mich diesen Risiken aussetzen will oder nicht. Wie ich finde, zwei vollkommen unterschiedliche Kategorien von Problemen, die bei nur in einem einzigen Aspekt (&#8220;Gutfinden&#8221; bei gleichzeitigem Übersehen der möglichen Nebenwirkungen) ähnlich sind. In meinem Auge strahlen die oben beschriebenen anderen Aspekte bei dem Vergleich aber auf &#8220;das Internet&#8221; aus. Deshalb meine Beschwerde.</p>
<p>Mir ging es mit dem &#8220;Verkäufer erfasst Daten&#8221; Beispiel eher darum, zu zeigen, dass die Menschen generell (nicht nur auf das Internet beschränkt) dazu neigen, reichlich Informationen preiszugeben. Erst später fällt den Menschen dann auf, dass diese Informationen ja auch negative Auswirkungen haben könnten. Das Verarbeiten dieser Daten in elektronischer Form hat sicher schon Ausmaße angenommen, bei denen man sehr kritisch hinterfragen bzw. überprüfen muss, was da passiert.</p>
<p>Aber das passiert ja auch. Die von Ihnen angeführten Positivbeispiele CCC und FoeBud kann ich z.B. so bedenkenlos &#8220;unterschreiben&#8221;, da hier meiner Ansicht nach aufgeklärt (!) gewarnt und vor allem auch konstruktiv agiert wird. Denn da stehen Menschen hinter, die sich eingelassen haben auf die Dinge, vor deren Nebenwirkungen sie warnen. Bei den Bruchstücken, die ich von Herrn Schirrmacher (und vielen weiteren Vertretern seiner Branche) medial wahrgenommen habe, kann ich das nicht sehen (vgl. <a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/218/495543/text/)" rel="nofollow">http://www.sueddeutsche.de/computer/218/495543/text/)</a>.</p>
<p>Aussagen wie “Das Internet ist voll nervig” oder “ziemlich zeitraubend” sind (mit Verlaub) auch einfach Quatsch. Belege sortieren ist auch voll nervig und ziemlich zeitraubend ;-) &#8220;Verleger ziemlich arm machend&#8221; ist auch nicht &#8220;das Internet&#8221;, und hier wird es spannend, sondern eine Marktveränderung, die u.a. durch Entwicklungen im Internet zustande gekommen sind. Und dass Marktveränderungen durch technologische (und ggf. daraus folgende gesellschaftliche) Entwicklungen einzelne Marktteilnehmer &#8220;arm machen&#8221; bzw. verdrängen kann, mag zwar schmerzhaft sein für diese (mitunter verwöhnten?) Marktteilnehmer, ist meines Erachtens aber nichts &#8220;schlechtes&#8221;.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Stefan Schulz</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2010/02/05/das-rundum-gute-internet/comment-page-1/#comment-739</link>
		<dc:creator>Stefan Schulz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 09:45:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://sozialtheoristen.de/?p=695#comment-739</guid>
		<description>Stefan Wild, dass sie soviel kommentieren finde ich bemerkenswert aber auch anstrengend, da sie sich auf meine Argumentation nicht einlassen. Ich müsste jetzt meinen Text komplett nochmal schreiben um auch sie zu überzeugen...

Daher nur kurze Anmerkungen. 

- Mir geht es nicht darum, das Internet in seinem Wesen mit anderen Kommunikationsformen zu vergleichen, wie sie es nahelegen. Ich wähle mit Absicht “Waffenbesitz, Atomstrom, Gentechnologie” weil es mir um die Ähnlichkeit des Problems geht. Das Problem ist: &#039;Was hilft und vereinfacht uns das Leben versteckt jedoch seine Nebenwirkungen?&#039;

- Die Flüchtigkeit der Welt besteht darin, dass kein Smalltalk, kein Bargeldeinkauf, kein Besuch irgendwo objektiv erfasst wird. Der Vergleich zur Bäckerin, die mich jeden Morgen beim Zeitungs- und Brötcheneinkauf beobachtet ist absurd (und auch dumm (- ich erlaube mir diese Bewertung)).

- Mir ging es nicht darum, vor dem Internet zu warnen, sondern noch eine Ebene höher davor zu warnen, die Gefahren auszublenden. Ihrem Einwand, man solle lieber Aufklären statt Warnen liegt meiner Ansicht nach ein Kategorienfehler zu Grunde. 

- Lumma, Knüwer &amp; Jarvis. Diese Leute verstehen nicht, weil sie keine Unterscheidung reflektieren, sondern von Prämissen ausgehen. In dem Fall: Das Internet ist gut! Es gibt aber kein &quot;gut&quot; ohne die Konturierung zu &quot;schlecht&quot;. Und: während man gut als Einzelwert zentral setzen muss, kann man eine Unterscheidung wie &quot;gut/schlecht&quot; von anderen Unterscheidung unterscheiden. Das gelingt diesen Leuten nie. So lange es ums Internet geht, können sie sich auf nichts einlassen ausser: &quot;Das internet ist gut!&quot; bzw. &quot;Besser als alles zuvor!&quot;. Man darf diesen Leuten z.B. nicht kommen mit &quot;Das Internet ist voll nervig&quot; oder &quot;ziemlich zeitraubend&quot; oder &quot;Verleger ziemlich arm machend&quot; - stets hat man dann nicht begriffen, dass es nur draum gehen soll, dass es &quot;aber, aber, aber gut ist&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Stefan Wild, dass sie soviel kommentieren finde ich bemerkenswert aber auch anstrengend, da sie sich auf meine Argumentation nicht einlassen. Ich müsste jetzt meinen Text komplett nochmal schreiben um auch sie zu überzeugen&#8230;</p>
<p>Daher nur kurze Anmerkungen. </p>
<p>- Mir geht es nicht darum, das Internet in seinem Wesen mit anderen Kommunikationsformen zu vergleichen, wie sie es nahelegen. Ich wähle mit Absicht “Waffenbesitz, Atomstrom, Gentechnologie” weil es mir um die Ähnlichkeit des Problems geht. Das Problem ist: &#8216;Was hilft und vereinfacht uns das Leben versteckt jedoch seine Nebenwirkungen?&#8217;</p>
<p>- Die Flüchtigkeit der Welt besteht darin, dass kein Smalltalk, kein Bargeldeinkauf, kein Besuch irgendwo objektiv erfasst wird. Der Vergleich zur Bäckerin, die mich jeden Morgen beim Zeitungs- und Brötcheneinkauf beobachtet ist absurd (und auch dumm (- ich erlaube mir diese Bewertung)).</p>
<p>- Mir ging es nicht darum, vor dem Internet zu warnen, sondern noch eine Ebene höher davor zu warnen, die Gefahren auszublenden. Ihrem Einwand, man solle lieber Aufklären statt Warnen liegt meiner Ansicht nach ein Kategorienfehler zu Grunde. </p>
<p>- Lumma, Knüwer &#038; Jarvis. Diese Leute verstehen nicht, weil sie keine Unterscheidung reflektieren, sondern von Prämissen ausgehen. In dem Fall: Das Internet ist gut! Es gibt aber kein &#8220;gut&#8221; ohne die Konturierung zu &#8220;schlecht&#8221;. Und: während man gut als Einzelwert zentral setzen muss, kann man eine Unterscheidung wie &#8220;gut/schlecht&#8221; von anderen Unterscheidung unterscheiden. Das gelingt diesen Leuten nie. So lange es ums Internet geht, können sie sich auf nichts einlassen ausser: &#8220;Das internet ist gut!&#8221; bzw. &#8220;Besser als alles zuvor!&#8221;. Man darf diesen Leuten z.B. nicht kommen mit &#8220;Das Internet ist voll nervig&#8221; oder &#8220;ziemlich zeitraubend&#8221; oder &#8220;Verleger ziemlich arm machend&#8221; &#8211; stets hat man dann nicht begriffen, dass es nur draum gehen soll, dass es &#8220;aber, aber, aber gut ist&#8221;.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Stefan Wild</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2010/02/05/das-rundum-gute-internet/comment-page-1/#comment-736</link>
		<dc:creator>Stefan Wild</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 17:17:44 +0000</pubDate>
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		<description>@Stefan Schulz
&quot;Waffenbesitz, Atomstrom, Gentechnologie&quot; – findest du nicht, dass diese Themen in einen ganz anderen Bereich gehören? Denn die Hauptgefahren dieser drei Dinge sind ja direkte (bzw. bei Gentechnologie ggf. indirekte) Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit von Menschen, die sich im Regelfall nicht wirklich dagegen wehren können (also z.B. erschossen oder verstrahlt werden). Und da willst du jetzt das &quot;Gutfinden&quot; vergleichen mit dem &quot;des Internet&quot;? Ganz abgesehen davon denke ich, dass die meist schwarz-weiß geführten Diskussionen zumindest zu den Themen Atomstrom und Gentechnologie verhindert haben, dass das positive Potential dieser Dinge in einem gesunden Rahmen genutzt wird. Aber das ist ein anderes Kapitel.

Warum nimmst du also nicht Beispiele heran, die auch etwas mit in erster Linie gesellschaftlichen Auswirkungen (oder auch Gefahren) zu tun haben. Wir haben es hier mit einem neuen Informations-Medium zu tun. Also warum vergleichst du nicht mit dem &quot;Gutfinden&quot; anderer Medien von Fernsehen, Telefon, Handies, Buchdruck, Morsen?

Du nennst konkret Nico Lumma, Thomas Knüwer und Jeff Jarvis – die &quot;und viele weitere&quot; würden am wenigsten verstehen. Das hast du festgestellt. Woran? Wenn ich deine Warnung (ist es eine?) befolgen möchte, müsste ich doch wissen, wo die jetzt alle falsch liegen. Zumindest einer, vielleicht?

Bei uns um die Ecke am Kiosk sitzt zu 90% immer der gleiche Verkäufer. Mal ganz ehrlich, wenn der ein halbwegs gutes Gedächtnis hat (und wenn ich dort regelmäßig einkaufen würde), weiß der auch so einiges über mich. Unter anderem z.B., welche Zeitung ich kaufe, wie viel Alkohol ich kaufe und wie viele Kondome ich kaufe (und alle damit verbundenen Interpretationsmöglichkeiten). Und wie wussten die Menschen vor 100, 50 oder 20 Jahren, was die Bank (und vor allem die Bankangestellten, die ja vielleicht auch mal mit verschiedenen Menschen sprechen, die untereinander Geschäfte machen) für Informationen über sie speichert?

Das sind Dinge, die mich an deiner Argumentation stören. Aber darum geht es mir nicht im Kern. Und ich will beim besten Willen die Wichtigkeit von Datenschutz und vor allem informationeller Selbstbestimmung nicht herunterspielen. Ich will ich auch nicht leugnen, dass die Vernetzung durch das neue Medium Internet auch neue Arten von Missbrauch dieser Daten unterstützt oder gar erst ermöglicht.

Du stellst zwei sehr interessante Fragen:

1. Wie kann ich sicherstellen, dass meine Darstellung auf meiner Person fußt, anstatt auf der Aggregation von Merkmalen meiner Umwelt?

Wie stellst du das denn im Leben außerhalb des Internets wirklich sicher? Verhinderst du, dass sich Menschen über dich unterhalten? Verhinderst du, dass sie Fotos, die sie von dir machen, auch anderen Menschen zeigen? Kannst du das kontrollieren? Wie stellst du denn sicher, dass deine Darstellung auf deiner Person fußt, außer durch Taten (z.B. mit wem du dich auf der Straße zeigst, aber auch wie du dich deiner Umwelt sonst gegenüber verhältst) und Worte zu kommunzieren? Nichts anderes tust du auf den Plattformen, die im Internet angeboten werden. 

2. Wie lässt sich die lebensnotwendige Anonymität und Flüchtigkeit auch im Internet herstellen?

Wie lässt sich die denn im Leben außerhalb des Internets wirklich herstellen? Wechselst du häufig  Namen, Wohnort, Kleidung, Haarfarbe, Frisur? Kaufst du bei immer unterschiedlichen Geschäften in verschiedenen Städten ein, damit sich keine Muster erkennen lassen? Wie stellst du sicher, dass dich nicht doch jemand Fremdes wiedererkennt?

Worauf ich hinaus will ist, dass du keine neuen Probleme, Gefahren oder Sachverhalte beschreibst, sondern uralte, die sich – Dank Internet – in neuen Formen darstellen. Und die Art, wie die Diskussion zumeist (auf beiden Seiten) geführt wird, führt sicher nicht zur Lösung alter wie neuer Probleme. Und wenn ich mir anschaue, was ich hier bisher kommentiert habe, darf ich mich da selbst nicht ausschließen.

Ich frage mich nur, ist Aufklärung nicht ein besserer Weg als Warnen (für mich unweigerlich auch mit Regulieren, Einschränken und Verbieten verbunden)? Es geht hier ja um Informationen und nicht um Schusswaffen oder radioaktives Material. Mit Aufklärung meine ich das Vermitteln eines sinnvollen Umgangs mit den jeweiligen Medien. Also das Einordnen und Überprüfen von Informationen. Lernen, welche Risiken man mit der Preisgabe von Informationen eingeht. Sich zeigen lassen, wie man mit Hilfe von Technologie aber auch der nötigen Selbstdisziplin nicht in der Informationsflut untergeht, sondern sinnvoll filtert. Alles eigentlich keine neuen Probleme, der Umgang mit den &quot;klassischen&quot; Medien ist mir in der Schule (gerade einmal 10 Jahre her) auch nicht beigebracht worden. Und mir scheint, auch heute kümmert sich kaum jemand darum, dass das in Zukunft passiert, sondern vermeldet lieber publikumswirksam, dass das doch alles so nicht richtig sein kann (soll kein Angriff auf dich persönlich sein).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Stefan Schulz<br />
&#8220;Waffenbesitz, Atomstrom, Gentechnologie&#8221; – findest du nicht, dass diese Themen in einen ganz anderen Bereich gehören? Denn die Hauptgefahren dieser drei Dinge sind ja direkte (bzw. bei Gentechnologie ggf. indirekte) Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit von Menschen, die sich im Regelfall nicht wirklich dagegen wehren können (also z.B. erschossen oder verstrahlt werden). Und da willst du jetzt das &#8220;Gutfinden&#8221; vergleichen mit dem &#8220;des Internet&#8221;? Ganz abgesehen davon denke ich, dass die meist schwarz-weiß geführten Diskussionen zumindest zu den Themen Atomstrom und Gentechnologie verhindert haben, dass das positive Potential dieser Dinge in einem gesunden Rahmen genutzt wird. Aber das ist ein anderes Kapitel.</p>
<p>Warum nimmst du also nicht Beispiele heran, die auch etwas mit in erster Linie gesellschaftlichen Auswirkungen (oder auch Gefahren) zu tun haben. Wir haben es hier mit einem neuen Informations-Medium zu tun. Also warum vergleichst du nicht mit dem &#8220;Gutfinden&#8221; anderer Medien von Fernsehen, Telefon, Handies, Buchdruck, Morsen?</p>
<p>Du nennst konkret Nico Lumma, Thomas Knüwer und Jeff Jarvis – die &#8220;und viele weitere&#8221; würden am wenigsten verstehen. Das hast du festgestellt. Woran? Wenn ich deine Warnung (ist es eine?) befolgen möchte, müsste ich doch wissen, wo die jetzt alle falsch liegen. Zumindest einer, vielleicht?</p>
<p>Bei uns um die Ecke am Kiosk sitzt zu 90% immer der gleiche Verkäufer. Mal ganz ehrlich, wenn der ein halbwegs gutes Gedächtnis hat (und wenn ich dort regelmäßig einkaufen würde), weiß der auch so einiges über mich. Unter anderem z.B., welche Zeitung ich kaufe, wie viel Alkohol ich kaufe und wie viele Kondome ich kaufe (und alle damit verbundenen Interpretationsmöglichkeiten). Und wie wussten die Menschen vor 100, 50 oder 20 Jahren, was die Bank (und vor allem die Bankangestellten, die ja vielleicht auch mal mit verschiedenen Menschen sprechen, die untereinander Geschäfte machen) für Informationen über sie speichert?</p>
<p>Das sind Dinge, die mich an deiner Argumentation stören. Aber darum geht es mir nicht im Kern. Und ich will beim besten Willen die Wichtigkeit von Datenschutz und vor allem informationeller Selbstbestimmung nicht herunterspielen. Ich will ich auch nicht leugnen, dass die Vernetzung durch das neue Medium Internet auch neue Arten von Missbrauch dieser Daten unterstützt oder gar erst ermöglicht.</p>
<p>Du stellst zwei sehr interessante Fragen:</p>
<p>1. Wie kann ich sicherstellen, dass meine Darstellung auf meiner Person fußt, anstatt auf der Aggregation von Merkmalen meiner Umwelt?</p>
<p>Wie stellst du das denn im Leben außerhalb des Internets wirklich sicher? Verhinderst du, dass sich Menschen über dich unterhalten? Verhinderst du, dass sie Fotos, die sie von dir machen, auch anderen Menschen zeigen? Kannst du das kontrollieren? Wie stellst du denn sicher, dass deine Darstellung auf deiner Person fußt, außer durch Taten (z.B. mit wem du dich auf der Straße zeigst, aber auch wie du dich deiner Umwelt sonst gegenüber verhältst) und Worte zu kommunzieren? Nichts anderes tust du auf den Plattformen, die im Internet angeboten werden. </p>
<p>2. Wie lässt sich die lebensnotwendige Anonymität und Flüchtigkeit auch im Internet herstellen?</p>
<p>Wie lässt sich die denn im Leben außerhalb des Internets wirklich herstellen? Wechselst du häufig  Namen, Wohnort, Kleidung, Haarfarbe, Frisur? Kaufst du bei immer unterschiedlichen Geschäften in verschiedenen Städten ein, damit sich keine Muster erkennen lassen? Wie stellst du sicher, dass dich nicht doch jemand Fremdes wiedererkennt?</p>
<p>Worauf ich hinaus will ist, dass du keine neuen Probleme, Gefahren oder Sachverhalte beschreibst, sondern uralte, die sich – Dank Internet – in neuen Formen darstellen. Und die Art, wie die Diskussion zumeist (auf beiden Seiten) geführt wird, führt sicher nicht zur Lösung alter wie neuer Probleme. Und wenn ich mir anschaue, was ich hier bisher kommentiert habe, darf ich mich da selbst nicht ausschließen.</p>
<p>Ich frage mich nur, ist Aufklärung nicht ein besserer Weg als Warnen (für mich unweigerlich auch mit Regulieren, Einschränken und Verbieten verbunden)? Es geht hier ja um Informationen und nicht um Schusswaffen oder radioaktives Material. Mit Aufklärung meine ich das Vermitteln eines sinnvollen Umgangs mit den jeweiligen Medien. Also das Einordnen und Überprüfen von Informationen. Lernen, welche Risiken man mit der Preisgabe von Informationen eingeht. Sich zeigen lassen, wie man mit Hilfe von Technologie aber auch der nötigen Selbstdisziplin nicht in der Informationsflut untergeht, sondern sinnvoll filtert. Alles eigentlich keine neuen Probleme, der Umgang mit den &#8220;klassischen&#8221; Medien ist mir in der Schule (gerade einmal 10 Jahre her) auch nicht beigebracht worden. Und mir scheint, auch heute kümmert sich kaum jemand darum, dass das in Zukunft passiert, sondern vermeldet lieber publikumswirksam, dass das doch alles so nicht richtig sein kann (soll kein Angriff auf dich persönlich sein).</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christoph Kappes</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2010/02/05/das-rundum-gute-internet/comment-page-1/#comment-723</link>
		<dc:creator>Christoph Kappes</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 11:38:14 +0000</pubDate>
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		<description>Wir reden aneinander vorbei.
Ich argumentiere materiell-politisch:
1. Wieviel % der Bevölkerung wissen, dass ihr surfverhalten (bzw ihre IP, sofern statisch) auf rund 10.000 Websites getrackt, aggregiert und analysiert wird - obwohl sie nie explizit &quot;wirklich&quot; zugestimmt haben? (Ein Link auf ein 199-Wort-Getüm ist materiell kein Opt-In!)
2. Warum wollen wir von unseren Kindern nicht, dass sie (stumpfe) Vorurteile haben, bauen dann aber Maschinen, die diese Information bereitstellen? Sagen Sie ihrem Kind auch, &quot;Du kannst über Minderheiten denken, was Du willst, Hauptsache Du tust denen nichts böses.&quot;?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wir reden aneinander vorbei.<br />
Ich argumentiere materiell-politisch:<br />
1. Wieviel % der Bevölkerung wissen, dass ihr surfverhalten (bzw ihre IP, sofern statisch) auf rund 10.000 Websites getrackt, aggregiert und analysiert wird &#8211; obwohl sie nie explizit &#8220;wirklich&#8221; zugestimmt haben? (Ein Link auf ein 199-Wort-Getüm ist materiell kein Opt-In!)<br />
2. Warum wollen wir von unseren Kindern nicht, dass sie (stumpfe) Vorurteile haben, bauen dann aber Maschinen, die diese Information bereitstellen? Sagen Sie ihrem Kind auch, &#8220;Du kannst über Minderheiten denken, was Du willst, Hauptsache Du tust denen nichts böses.&#8221;?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Die Angst vor dem Kontrollverlust &#171; kadekmedien&#39;s Blog</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2010/02/05/das-rundum-gute-internet/comment-page-1/#comment-722</link>
		<dc:creator>Die Angst vor dem Kontrollverlust &#171; kadekmedien&#39;s Blog</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 05:31:50 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Obwohl ich vor noch gar nicht allzu langer Zeit dazu etwas gebloggt habe, lieferte mir eine Diskussion am Wochenende Anlass, dieses Thema noch einmal [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Obwohl ich vor noch gar nicht allzu langer Zeit dazu etwas gebloggt habe, lieferte mir eine Diskussion am Wochenende Anlass, dieses Thema noch einmal [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: kadekmedien</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2010/02/05/das-rundum-gute-internet/comment-page-1/#comment-721</link>
		<dc:creator>kadekmedien</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 15:03:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://sozialtheoristen.de/?p=695#comment-721</guid>
		<description>@Christoph Kappes

zu 1.: Ja, bei den URL und Suchanfragen, die für die Zukunft gespeichert werden, handelt es sich – wenn man so will – auch um Vorratsdatenspeicherung. Das ändert jedoch a) nichts an der Tatsache, dass es sich um bereits veröffentlichte, freiwillig eingestellte Informationen handelt, was der Verbesserung einer modernen Dienstleistung dient. Und b) ändert es auch nichts daran, dass das Wort &quot;Vorratsdatenspeicherung&quot; bereits (negativ) besetzt ist, durch das, was von staatlicher Seite betrieben wird, nämlich das Einsammeln, Speichern, Zuordnen von &lt;b&gt;nicht freiwillig&lt;/b&gt; und &lt;b&gt;nicht öffentlich&lt;/b&gt; bereit gestellten Daten. – Das eine ist eine Recherche-Dienstleistung, das andere Spionage.

zu 2.: Natürlich werden immer häufiger Algorithmen verwendet, um Wahrscheinlichkeiten aus Suchergebnissen zu ermitteln, die eine darauf basierende Dienstleistung mit Mehrwert versehen (sei es Ad-Targeting, Bonitätsermittlung, was auch immer). Das bringt das Informationszeitalter so mit sich, dass Informationen letztlich als Rohstoff dienen. So wie die Industrialisierung den Massenkonsum nach sich gezogen hat. – Das ist per se nichts Schlechtes oder Böses, und wie idiotisch sich das auswirken kann, sieht man ja daran, dass die aktuelle Wirtschaftskrise u.a. auf der Kreditvergabe an amerikanische Eigenheimbesitzer beruht…

Dass Algorithmen u.a. auch zur Ermittlung von Wahrscheinlichkeiten im Persönlichen verwendet werden können, ist nur folgerichtig, wenn auch aus Sicht des Einzelnen nicht wünschenswert. – Diskrimierend ist es nicht, denn das kann immer nur die darauf basierende Handlung eines Menschen sein. Also wenn etwa ein Algorithmus anhand von soundsoviel schwulen Freunden unter meinen Friends Facebook &quot;vorschlägt&quot;, schwule Werbung für mich einzublenden, wird Facebook spätestens dann reagieren, wenn ich die Werbung ausschalte oder nach soundso häufigem Einblenden nicht anklicke. – Will sagen, die Algorithmen lernen da noch von einander… – Wirklich dramatisch würde es werden, wenn ich online den Koran studiere und plötzlich Besuch von der Gesinnungspolizei bekomme. – Vor dem Internet hab ich keine Angst, vor den Algorithmen nicht und nicht vor den Wahrscheinlichkeiten, sondern immer nur vor dem, was Menschen in Machtpositionen daraus machen und wen sie als tragende Mehrheit alles so hinter sich versammeln können ;)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Christoph Kappes</p>
<p>zu 1.: Ja, bei den URL und Suchanfragen, die für die Zukunft gespeichert werden, handelt es sich – wenn man so will – auch um Vorratsdatenspeicherung. Das ändert jedoch a) nichts an der Tatsache, dass es sich um bereits veröffentlichte, freiwillig eingestellte Informationen handelt, was der Verbesserung einer modernen Dienstleistung dient. Und b) ändert es auch nichts daran, dass das Wort &#8220;Vorratsdatenspeicherung&#8221; bereits (negativ) besetzt ist, durch das, was von staatlicher Seite betrieben wird, nämlich das Einsammeln, Speichern, Zuordnen von <b>nicht freiwillig</b> und <b>nicht öffentlich</b> bereit gestellten Daten. – Das eine ist eine Recherche-Dienstleistung, das andere Spionage.</p>
<p>zu 2.: Natürlich werden immer häufiger Algorithmen verwendet, um Wahrscheinlichkeiten aus Suchergebnissen zu ermitteln, die eine darauf basierende Dienstleistung mit Mehrwert versehen (sei es Ad-Targeting, Bonitätsermittlung, was auch immer). Das bringt das Informationszeitalter so mit sich, dass Informationen letztlich als Rohstoff dienen. So wie die Industrialisierung den Massenkonsum nach sich gezogen hat. – Das ist per se nichts Schlechtes oder Böses, und wie idiotisch sich das auswirken kann, sieht man ja daran, dass die aktuelle Wirtschaftskrise u.a. auf der Kreditvergabe an amerikanische Eigenheimbesitzer beruht…</p>
<p>Dass Algorithmen u.a. auch zur Ermittlung von Wahrscheinlichkeiten im Persönlichen verwendet werden können, ist nur folgerichtig, wenn auch aus Sicht des Einzelnen nicht wünschenswert. – Diskrimierend ist es nicht, denn das kann immer nur die darauf basierende Handlung eines Menschen sein. Also wenn etwa ein Algorithmus anhand von soundsoviel schwulen Freunden unter meinen Friends Facebook &#8220;vorschlägt&#8221;, schwule Werbung für mich einzublenden, wird Facebook spätestens dann reagieren, wenn ich die Werbung ausschalte oder nach soundso häufigem Einblenden nicht anklicke. – Will sagen, die Algorithmen lernen da noch von einander… – Wirklich dramatisch würde es werden, wenn ich online den Koran studiere und plötzlich Besuch von der Gesinnungspolizei bekomme. – Vor dem Internet hab ich keine Angst, vor den Algorithmen nicht und nicht vor den Wahrscheinlichkeiten, sondern immer nur vor dem, was Menschen in Machtpositionen daraus machen und wen sie als tragende Mehrheit alles so hinter sich versammeln können ;)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christoph Kappes</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2010/02/05/das-rundum-gute-internet/comment-page-1/#comment-720</link>
		<dc:creator>Christoph Kappes</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 13:41:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://sozialtheoristen.de/?p=695#comment-720</guid>
		<description>@Kadekmedien: Wegen der FETTUNG doch noch genau dazu zwei Anmerkungen.

1. Suchmaschinenanbieter, die URLs und Suchanfragen speichern, betreiben dies für die Zukunft, genauso wie Anbieter bzw Nutzer von Ad-Targeting (wenn es nicht real-time contextual targeting ist.) Das ist Vorratsdatenspeicherung par excellence, nämlich auf Vorrat für die nächste Suche und die nächste Werbeeinblendung. (Das Thema Identitätsermittlung und De-Anonymisierbarkeit lasse ich aussen vor, Sonderthema).
2. Das Pradigma, dass Aggregatoren und SuMa nur etwas ohnehin veröffentlichtes aggregieren, ändert sich gerade. Mit maschinellen Verfahren werden schon seit zig Jahren Prognosen für Bonität abgegeben, die eben NICHT gesammelte Fakten, sondern geschlossene Wahrscheinlichkeitswerte sind. Genau diese Entwicklung beginnt jetzt bei sozialen Netzwerken, eCommerce und auch beim Targeting von Newsdiensten.
Ich will damit nicht werten, das kann gut gehen, oder auch nicht, und es hängt viel von Vertrauen in die Beteiligten und die gesellschaftlichen und rechtlichen Mechanismen ab.

Auch für mich ist staatliches Einwirken in Freiheitsrechte etwas anderes als die Verarbeitung freiwillig abgegebener Daten. Aus einer politischen Sicht kann letzteres aber unerwünscht sein, weil es diskriminierend sein kann. Ich möchte nicht, dass Maschinen künftig über Homosexualität, Kriminalität, Lebenserwartung etc einzelner namentlich benannter Mitbürger öffentlich spekulieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Kadekmedien: Wegen der FETTUNG doch noch genau dazu zwei Anmerkungen.</p>
<p>1. Suchmaschinenanbieter, die URLs und Suchanfragen speichern, betreiben dies für die Zukunft, genauso wie Anbieter bzw Nutzer von Ad-Targeting (wenn es nicht real-time contextual targeting ist.) Das ist Vorratsdatenspeicherung par excellence, nämlich auf Vorrat für die nächste Suche und die nächste Werbeeinblendung. (Das Thema Identitätsermittlung und De-Anonymisierbarkeit lasse ich aussen vor, Sonderthema).<br />
2. Das Pradigma, dass Aggregatoren und SuMa nur etwas ohnehin veröffentlichtes aggregieren, ändert sich gerade. Mit maschinellen Verfahren werden schon seit zig Jahren Prognosen für Bonität abgegeben, die eben NICHT gesammelte Fakten, sondern geschlossene Wahrscheinlichkeitswerte sind. Genau diese Entwicklung beginnt jetzt bei sozialen Netzwerken, eCommerce und auch beim Targeting von Newsdiensten.<br />
Ich will damit nicht werten, das kann gut gehen, oder auch nicht, und es hängt viel von Vertrauen in die Beteiligten und die gesellschaftlichen und rechtlichen Mechanismen ab.</p>
<p>Auch für mich ist staatliches Einwirken in Freiheitsrechte etwas anderes als die Verarbeitung freiwillig abgegebener Daten. Aus einer politischen Sicht kann letzteres aber unerwünscht sein, weil es diskriminierend sein kann. Ich möchte nicht, dass Maschinen künftig über Homosexualität, Kriminalität, Lebenserwartung etc einzelner namentlich benannter Mitbürger öffentlich spekulieren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: kadekmedien</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2010/02/05/das-rundum-gute-internet/comment-page-1/#comment-719</link>
		<dc:creator>kadekmedien</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 08:28:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://sozialtheoristen.de/?p=695#comment-719</guid>
		<description>@Claudia #9
Ich glaube auch nicht, dass einer der hier Kommentierenden zu beschränkt ist, zwischen dem, der mir im Café über die Schulter guckt und dem, der im Netz nach mir recherchiert nicht unterscheiden zu können. Darum geht es auch nicht. Ich meinte in meinem ersten Kommentar nicht den, der jemandem über die Schulter guckt, sondern &quot;jeden, der es in Erfahrung bringen will.&quot; – Will heißen: jmd. sieht Dich im Vorübergehen in einer Modezeitschrift blättern… Geht in einen Kiosk, kauft sich die gleiche Zeitschrift und informiert sich (spekulierend), was Dich so interessieren könnte… – Er braucht Dir gar nicht direkt über die Schulter zu sehen. Und die Information, die Du &quot;aussendest&quot; muss und wird ihm nicht reichen, also zieht er seine Spekulation hinzu und macht sich ein Bild von Dir, ob Du willst oder nicht; ob es Dir gefällt oder nicht; ob Du davon etwas bemerkst oder nicht.

@all
Im Übrigen ist es eine Sache, ob Suchmaschinen &lt;b&gt;bereits vorhandene, veröffentlichte&lt;/b&gt; Informationen auf Anfrage eines Dritten zu einem Profil aggregieren, und eine gänzlich andere, ob staatlicherseits technologisch &lt;b&gt;mögliche&lt;/b&gt; Daten auf Vorrat erhoben, gespeichert, ausgewertet, zugeordnet werden. Das eine ist eine moderne Dienstleistung in der Informationsgesellschaft. Das andere ist Freiheitsbeschränkung. Im Namen der Terrorismusbekämpfung bringt der Staat auf Eigeninitiative und unter Aufhebung der Unschuldsvermutung einen Generalverdacht hervor, der ihn zu präventiven Ermittlungen veranlasst. – Dass sich an dieser Stelle die Demokratie in eine postdemokratische Gesellschaft (zum Schlechteren für den Bürger) wandelt, wird mit nicht halb so viel Geschrei begleitet, wie der Umstand, dass Mark Zuckerberg das Ende der Privatsphäre proklamiert. – Dabei hat gerade Facebook wie keine andere Plattform Feintuningmöglichkeiten in Sachen Privatsphäre – man muss sie einfach nur benutzen, um wieder ruhig schlafen zu können…

Es ist aber generell in der öffentlich zugänglichen Informationsgesellschaft so, dass für Privatpersonen das gleiche gilt wie für Firmen/Marken: andere können über mich reden. Das tun sie sowieso und haben sie auch schon immer getan. Durch das Internet vergrößern sich jedoch Reichweite und Verbreitungsgeschwindigkeit. Und ich mutmaße mal, dass es genau dieser Umstand ist, der für Aufregung sorgt.

Einen Ausweg (oder ein Zurück) gibt es nicht. Kontrolle über den eigenen Informationsfluss erhält der Mensch am besten, indem er aktiv teilnimmt. Denn wer auch immer sich über jemand informieren will (in den anderen Kommentaren kam das schöne Beispiel vom Studenten und der WG): die verlässlichste Quelle aller Informationen über einen selbst ist man immer noch selbst. – Soll heißen, wenn jmd. viel kommuniziert und es wird nach ihm gegoogelt, welche Infos stehen dann en masse an erster Stelle? Und wie wirkt sich das auf das Bild von mir im Kopf des anderen aus?

@Stefan Schulz
Für das von Dir beschriebene Szenatio wird es keine 15-20 Jahre mehr brauchen… &quot;völlige Entmündigung&quot; halte ich auch für einen etwas übertriebenen Ausdruck; sicherlich meinst Du den weitgehenden Kontrollverlust über die informationelle Selbstbestimmung… – Was das betrifft, stimme ich Dir zu und habe trotzdem noch einen anderen Aspekt parat. Denn informationelle Selbstbestimmung gibt es ja erst seit ca. 25 Jahren… Was, wenn es sich um einen Irrweg gehandelt hat, der nun wieder korrigiert wird? Was, wenn sich mit neuen Technologien die Mediennutzung, die Wahrnehmung, soziale Normen etc. wandeln? (letzte Frage rhethorisch gemeint, da es ja bereits geschieht)

Ich halte es für Energieverschwendung, der ach so heiligen Privatsphäre hinterherzutrauern. Ich kann nämlich durch mein eigenes kommunikatives Verhalten so viel Staub aufwirbeln, dass man mich darin gar nicht mehr sieht ;) – Und ich denke es ist nützlicher, diese Energie gegen den Abbau demokratischer Grundrechte (wie z.B. die Unschuldsvermutung s.o.) zu richten und bspw. gegen Vorratsdatenspeicherung anzugehen.

Im Übrigen: in 15-20 Jahren wird das Hintergrundrauschen durch das viele Geblubber im Internet so laut sein, dass der einzelne darin gar nicht mehr auszumachen ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Claudia #9<br />
Ich glaube auch nicht, dass einer der hier Kommentierenden zu beschränkt ist, zwischen dem, der mir im Café über die Schulter guckt und dem, der im Netz nach mir recherchiert nicht unterscheiden zu können. Darum geht es auch nicht. Ich meinte in meinem ersten Kommentar nicht den, der jemandem über die Schulter guckt, sondern &#8220;jeden, der es in Erfahrung bringen will.&#8221; – Will heißen: jmd. sieht Dich im Vorübergehen in einer Modezeitschrift blättern… Geht in einen Kiosk, kauft sich die gleiche Zeitschrift und informiert sich (spekulierend), was Dich so interessieren könnte… – Er braucht Dir gar nicht direkt über die Schulter zu sehen. Und die Information, die Du &#8220;aussendest&#8221; muss und wird ihm nicht reichen, also zieht er seine Spekulation hinzu und macht sich ein Bild von Dir, ob Du willst oder nicht; ob es Dir gefällt oder nicht; ob Du davon etwas bemerkst oder nicht.</p>
<p>@all<br />
Im Übrigen ist es eine Sache, ob Suchmaschinen <b>bereits vorhandene, veröffentlichte</b> Informationen auf Anfrage eines Dritten zu einem Profil aggregieren, und eine gänzlich andere, ob staatlicherseits technologisch <b>mögliche</b> Daten auf Vorrat erhoben, gespeichert, ausgewertet, zugeordnet werden. Das eine ist eine moderne Dienstleistung in der Informationsgesellschaft. Das andere ist Freiheitsbeschränkung. Im Namen der Terrorismusbekämpfung bringt der Staat auf Eigeninitiative und unter Aufhebung der Unschuldsvermutung einen Generalverdacht hervor, der ihn zu präventiven Ermittlungen veranlasst. – Dass sich an dieser Stelle die Demokratie in eine postdemokratische Gesellschaft (zum Schlechteren für den Bürger) wandelt, wird mit nicht halb so viel Geschrei begleitet, wie der Umstand, dass Mark Zuckerberg das Ende der Privatsphäre proklamiert. – Dabei hat gerade Facebook wie keine andere Plattform Feintuningmöglichkeiten in Sachen Privatsphäre – man muss sie einfach nur benutzen, um wieder ruhig schlafen zu können…</p>
<p>Es ist aber generell in der öffentlich zugänglichen Informationsgesellschaft so, dass für Privatpersonen das gleiche gilt wie für Firmen/Marken: andere können über mich reden. Das tun sie sowieso und haben sie auch schon immer getan. Durch das Internet vergrößern sich jedoch Reichweite und Verbreitungsgeschwindigkeit. Und ich mutmaße mal, dass es genau dieser Umstand ist, der für Aufregung sorgt.</p>
<p>Einen Ausweg (oder ein Zurück) gibt es nicht. Kontrolle über den eigenen Informationsfluss erhält der Mensch am besten, indem er aktiv teilnimmt. Denn wer auch immer sich über jemand informieren will (in den anderen Kommentaren kam das schöne Beispiel vom Studenten und der WG): die verlässlichste Quelle aller Informationen über einen selbst ist man immer noch selbst. – Soll heißen, wenn jmd. viel kommuniziert und es wird nach ihm gegoogelt, welche Infos stehen dann en masse an erster Stelle? Und wie wirkt sich das auf das Bild von mir im Kopf des anderen aus?</p>
<p>@Stefan Schulz<br />
Für das von Dir beschriebene Szenatio wird es keine 15-20 Jahre mehr brauchen… &#8220;völlige Entmündigung&#8221; halte ich auch für einen etwas übertriebenen Ausdruck; sicherlich meinst Du den weitgehenden Kontrollverlust über die informationelle Selbstbestimmung… – Was das betrifft, stimme ich Dir zu und habe trotzdem noch einen anderen Aspekt parat. Denn informationelle Selbstbestimmung gibt es ja erst seit ca. 25 Jahren… Was, wenn es sich um einen Irrweg gehandelt hat, der nun wieder korrigiert wird? Was, wenn sich mit neuen Technologien die Mediennutzung, die Wahrnehmung, soziale Normen etc. wandeln? (letzte Frage rhethorisch gemeint, da es ja bereits geschieht)</p>
<p>Ich halte es für Energieverschwendung, der ach so heiligen Privatsphäre hinterherzutrauern. Ich kann nämlich durch mein eigenes kommunikatives Verhalten so viel Staub aufwirbeln, dass man mich darin gar nicht mehr sieht ;) – Und ich denke es ist nützlicher, diese Energie gegen den Abbau demokratischer Grundrechte (wie z.B. die Unschuldsvermutung s.o.) zu richten und bspw. gegen Vorratsdatenspeicherung anzugehen.</p>
<p>Im Übrigen: in 15-20 Jahren wird das Hintergrundrauschen durch das viele Geblubber im Internet so laut sein, dass der einzelne darin gar nicht mehr auszumachen ist.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Stefan Schulz</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2010/02/05/das-rundum-gute-internet/comment-page-1/#comment-716</link>
		<dc:creator>Stefan Schulz</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 17:55:26 +0000</pubDate>
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		<description>@Christoph Kappes - die online/offline-Unterscheidung erachte ich als verschleidernd, weil sei eine Phänomenlage beschreibt aber nicht ihren Hinter- oder besser Untergrund. Es lassen sich Arbeitsumgebungen, Lebensgestaltungen, usw. nach online und offline unterscheiden. Die einen Arbeiten mit Papier die anderen mit dem Computer - sei es beim Ticketkauf, Freunde benachrichtigen, Tagebuchschreiben.

Die Unterscheidung von online und offline ist meiner Ansicht nach eine einzelphänomenbezogene, beschreibende Unterscheidung. Sie eignet sich jedoch kaum, eine Gesellschaft selbst zu beschreiben. Viele der Phänomene, die in online/offline unterschieden werden können beruhen auf anderen Prinzipien. -&gt; Das offline-Ticket am Bahnschalter gibt es nur, wenn in Vorbereitung online-Mechanismen funktionieren. Gleiches gilt für die Produktion von Büchern, Musicals, Milch und weiterem aller Kategorien.

Die heutige Gesellschaft zeichnet sich durch eine Verschränkung von vielen Mechanismen und Prinzipien aus und jeder einzelne Etappe kann nach online/offline unterschieden werden - jedoch nicht alle zusammen. Nichts entsteht nur offline genauso wenig wird nichts nur online produziert.

Die online/offline-Unterscheidung betrifft also nur eine Phänomenebene. Es gibt keine online-Welt unabhängig einer offline-Welt und umgekehrt. Und es ist meiner Ansicht nach nicht mal mehr möglich, im Einzelfall zu entscheiden, was eher online oder eher offline zu dem geworden ist, was es ist. Die Gesellschaft ruht (1) auf anderen und (2) mehreren Unterscheidungen als nur der einen von online/offline.

Schirrmacher würde ich fragen, ob er tatsächlich glaubt, dass seine FAZ, die auf Papier geliefert ist, ein offline-Produkt ist. Sie ist es ganz sicher nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Christoph Kappes &#8211; die online/offline-Unterscheidung erachte ich als verschleidernd, weil sei eine Phänomenlage beschreibt aber nicht ihren Hinter- oder besser Untergrund. Es lassen sich Arbeitsumgebungen, Lebensgestaltungen, usw. nach online und offline unterscheiden. Die einen Arbeiten mit Papier die anderen mit dem Computer &#8211; sei es beim Ticketkauf, Freunde benachrichtigen, Tagebuchschreiben.</p>
<p>Die Unterscheidung von online und offline ist meiner Ansicht nach eine einzelphänomenbezogene, beschreibende Unterscheidung. Sie eignet sich jedoch kaum, eine Gesellschaft selbst zu beschreiben. Viele der Phänomene, die in online/offline unterschieden werden können beruhen auf anderen Prinzipien. -> Das offline-Ticket am Bahnschalter gibt es nur, wenn in Vorbereitung online-Mechanismen funktionieren. Gleiches gilt für die Produktion von Büchern, Musicals, Milch und weiterem aller Kategorien.</p>
<p>Die heutige Gesellschaft zeichnet sich durch eine Verschränkung von vielen Mechanismen und Prinzipien aus und jeder einzelne Etappe kann nach online/offline unterschieden werden &#8211; jedoch nicht alle zusammen. Nichts entsteht nur offline genauso wenig wird nichts nur online produziert.</p>
<p>Die online/offline-Unterscheidung betrifft also nur eine Phänomenebene. Es gibt keine online-Welt unabhängig einer offline-Welt und umgekehrt. Und es ist meiner Ansicht nach nicht mal mehr möglich, im Einzelfall zu entscheiden, was eher online oder eher offline zu dem geworden ist, was es ist. Die Gesellschaft ruht (1) auf anderen und (2) mehreren Unterscheidungen als nur der einen von online/offline.</p>
<p>Schirrmacher würde ich fragen, ob er tatsächlich glaubt, dass seine FAZ, die auf Papier geliefert ist, ein offline-Produkt ist. Sie ist es ganz sicher nicht.</p>
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