<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Soziale oder gesellschaftliche Vernetzung?</title>
	<atom:link href="http://sozialtheoristen.de/2010/05/03/soziale-oder-gesellschaftliche-vernetzung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://sozialtheoristen.de/2010/05/03/soziale-oder-gesellschaftliche-vernetzung/</link>
	<description>Die Sprengkraft soziologischer Beobachtung</description>
	<lastBuildDate>Mon, 06 Feb 2012 10:18:05 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
	<item>
		<title>Von: Stefan Schulz</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2010/05/03/soziale-oder-gesellschaftliche-vernetzung/#comment-835</link>
		<dc:creator>Stefan Schulz</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 13:15:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://sozialtheoristen.de/?p=833#comment-835</guid>
		<description>@weissgarnix Danke für den Literaturhinweis. Das ist sicher ein guter Hinweis - &quot;enthemmte&quot; Kommunikation und das soziale Internet, das klingt interessant.

Zu Weber, Simmel, Luhmann. Ich habe oben Weber erwähnt, weil er mit seiner Idee der &quot;sozialen Beziehung&quot; den gängigen Beschreibungen der &quot;sozialen Vernetzung durch das Internet&quot; als zwischenmenschliches Phänomen am nächsten kommt. Meine Kritik daran ist, dass fasst dein Verweis auf die Literaturstelle ja auch, dass damit zwar soziale (zwischenmenschliche: Individuum/Individuum) aber keine gesellschaftliche (Individuum/Gesellschaft) Integration gefasst werden kann.

Und alle wichtigen, brauchbaren Theorien nach Weber beruhen auf der Beschreibung gesellschaftlicher Integration also selbstreferentielle Vergesellschaftung (beispielsweise mit Hilfe symb. gen. Kommunikationsmedien).

Mit: das Internet &quot;verknüpft (...) soziale Beziehungen&quot; ist, so wie ich deinen Kommentar lese, genau meine These gemeint. Sozialer Sinn bleibt sozialer Sinn, auch wenn die &quot;Internetcommunitybenutzer&quot; sich als Subjekte in der Kommunikationsmaschine Internet verstehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@weissgarnix Danke für den Literaturhinweis. Das ist sicher ein guter Hinweis &#8211; &#8220;enthemmte&#8221; Kommunikation und das soziale Internet, das klingt interessant.</p>
<p>Zu Weber, Simmel, Luhmann. Ich habe oben Weber erwähnt, weil er mit seiner Idee der &#8220;sozialen Beziehung&#8221; den gängigen Beschreibungen der &#8220;sozialen Vernetzung durch das Internet&#8221; als zwischenmenschliches Phänomen am nächsten kommt. Meine Kritik daran ist, dass fasst dein Verweis auf die Literaturstelle ja auch, dass damit zwar soziale (zwischenmenschliche: Individuum/Individuum) aber keine gesellschaftliche (Individuum/Gesellschaft) Integration gefasst werden kann.</p>
<p>Und alle wichtigen, brauchbaren Theorien nach Weber beruhen auf der Beschreibung gesellschaftlicher Integration also selbstreferentielle Vergesellschaftung (beispielsweise mit Hilfe symb. gen. Kommunikationsmedien).</p>
<p>Mit: das Internet &#8220;verknüpft (&#8230;) soziale Beziehungen&#8221; ist, so wie ich deinen Kommentar lese, genau meine These gemeint. Sozialer Sinn bleibt sozialer Sinn, auch wenn die &#8220;Internetcommunitybenutzer&#8221; sich als Subjekte in der Kommunikationsmaschine Internet verstehen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: weissgarnix</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2010/05/03/soziale-oder-gesellschaftliche-vernetzung/#comment-834</link>
		<dc:creator>weissgarnix</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 10:47:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://sozialtheoristen.de/?p=833#comment-834</guid>
		<description>Sehe gerade, dass in der neuesten Ausgabe der Soziologischen Aufklärung die Seitenzahl nicht stimmt: dort steht die entsprechende Passage nunmehr auf Seite 206. Als etwas generellerer Hinweis: Luhmanns dortige Ausführungen über die Familie als System &quot;enthemmter Kommunikation&quot; lesen sich im Kontext von Facebook &amp; Co noch immer höchst interessant.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehe gerade, dass in der neuesten Ausgabe der Soziologischen Aufklärung die Seitenzahl nicht stimmt: dort steht die entsprechende Passage nunmehr auf Seite 206. Als etwas generellerer Hinweis: Luhmanns dortige Ausführungen über die Familie als System &#8220;enthemmter Kommunikation&#8221; lesen sich im Kontext von Facebook &amp; Co noch immer höchst interessant.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: weissgarnix</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2010/05/03/soziale-oder-gesellschaftliche-vernetzung/#comment-833</link>
		<dc:creator>weissgarnix</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 09:58:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://sozialtheoristen.de/?p=833#comment-833</guid>
		<description>&gt;Wenn man die Idee der “sozialen Vernetzung” in einem theoretischem Rahmen aufgreift

Was zweifellos eine Reise durch schier unendliche Welten bedeutet, zumindest dann, wenn man sich dem Komplex &quot;Netzwerke&quot; aus systemtheoretischer Sicht nähert...

&gt;ist der, meiner Meinung nach letzte sinnvolle Einstieg in die Theorie, die Idee von Max Weber, dass in einer sozialen Beziehung Akteure ihr Handlungen aufeinander, bzw. den anderen beziehen.

Nope - gerade das nicht, mein Lieber. Simmel/Weber setzen bei subjektiven Sinnstrukturen an und setzen damit quasi &quot;Menschen&quot; voraus, die außerhalb kommunikativer Beziehungen definiert sind. Das lehnte Luhmann ja entschieden ab (vgl SozAufkl Bd 5, S. 197). Vielmehr ist davon auszugehen, dass Sinnstrukturen von sozialen Beziehungen in diesen selbst ausgehandelt werden.

&gt;Das Internet integriert also in dem Punkt, wenn ich nicht direkt sondern indirekt adressiert werde, eher gesellschaftlich statt sozial.

Ich meine, es verknüpft letztendlich soziale Beziehungen (iS der Systemtheorie) vor dem Hintergrund doppelter Kontingenz und mit der Einschränkung sozialer Adressierbarkeit. Allerdings in operativ nicht geschlossener Weise.

By the way: Exzellenter Blog - Kompliment!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt;Wenn man die Idee der “sozialen Vernetzung” in einem theoretischem Rahmen aufgreift</p>
<p>Was zweifellos eine Reise durch schier unendliche Welten bedeutet, zumindest dann, wenn man sich dem Komplex &#8220;Netzwerke&#8221; aus systemtheoretischer Sicht nähert&#8230;</p>
<p>&gt;ist der, meiner Meinung nach letzte sinnvolle Einstieg in die Theorie, die Idee von Max Weber, dass in einer sozialen Beziehung Akteure ihr Handlungen aufeinander, bzw. den anderen beziehen.</p>
<p>Nope &#8211; gerade das nicht, mein Lieber. Simmel/Weber setzen bei subjektiven Sinnstrukturen an und setzen damit quasi &#8220;Menschen&#8221; voraus, die außerhalb kommunikativer Beziehungen definiert sind. Das lehnte Luhmann ja entschieden ab (vgl SozAufkl Bd 5, S. 197). Vielmehr ist davon auszugehen, dass Sinnstrukturen von sozialen Beziehungen in diesen selbst ausgehandelt werden.</p>
<p>&gt;Das Internet integriert also in dem Punkt, wenn ich nicht direkt sondern indirekt adressiert werde, eher gesellschaftlich statt sozial.</p>
<p>Ich meine, es verknüpft letztendlich soziale Beziehungen (iS der Systemtheorie) vor dem Hintergrund doppelter Kontingenz und mit der Einschränkung sozialer Adressierbarkeit. Allerdings in operativ nicht geschlossener Weise.</p>
<p>By the way: Exzellenter Blog &#8211; Kompliment!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: chSchlesinger</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2010/05/03/soziale-oder-gesellschaftliche-vernetzung/#comment-810</link>
		<dc:creator>chSchlesinger</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 May 2010 20:01:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://sozialtheoristen.de/?p=833#comment-810</guid>
		<description>Das Internet bedient seine User mit jenen Heteronymen, die Fernando Pessoa damals über seine Einsamkeit hinweghalfen. Nicht selten ergeben sich solch machtvolle Beziehungen, welche uns früher in Bibliotheken eilen ließen, mehrbändige Biographien, Tagebücher, Briefwechsel längst verstorbener Schriftsteller zu erwerben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet bedient seine User mit jenen Heteronymen, die Fernando Pessoa damals über seine Einsamkeit hinweghalfen. Nicht selten ergeben sich solch machtvolle Beziehungen, welche uns früher in Bibliotheken eilen ließen, mehrbändige Biographien, Tagebücher, Briefwechsel längst verstorbener Schriftsteller zu erwerben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

