Jahr: 2011
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Elastizität und Kognition
Warum die Suche nach Gründen für das Attentat in Norwegen gesellschaftlich nicht weiterhilft. Immer noch ist das Attentat in Norwegen eines der großen, massenmedialen Gesprächsthemen. Viele Artikel drehen sich um die Fragen, die gestellt werden müssen und nicht gestellt worden sind, oder aber man fragt konkreter, was man der Rationalität des Tötens wie wir…
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Situationsdefinitionen auf Finanzmärkten
Produktive und destruktive Momente selbstverunsichernder Handelserwartungen Wer nicht selbst als Händler an den Börsen dieser Welt angestellt ist oder eigene Finanztitel im Depot hält, der hätte von der rasanten Talfahrt auf den Märkten der letzten Woche wenig mitbekommen. Wären da nicht die Onlineblätter der großen Zeitungen mit neuen Live-Berichten und (V-)Erklärungen so rasant eingegangen wie…
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Hard cases make bad laws
Über die Wohlfahrtskosten und -gewinne von Absicherungen Ein Übermaß an Absicherungen – nicht nur gegen Finanztsunamis – schmälert auf Dauer den Wohlstand, ließ Alan Greenspan, einstiger Fed-Vorsitzender der US-Notenbank Federal Reserve, am Mittwoch im Kommentar der Financial Times Deutschland verlauten. Dass sich prominente Wirtschaftswissenschaftler über eine zu hohe staatliche Regulierung der Märkte beklagen, wäre im…
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Resonanz & Widerstände
Als wir vor etwas mehr als drei Jahren hier angefangen haben, war die Idee ziemlich einfach. Wir wollten die Diskussionen aus unseren Uniseminaren konservieren und fortführen. Tatsächlich umgesetzt haben wir dann aber die noch viel einfachere Idee: Jeder schreibt einfach wann und was ihm beliebt. Das, was in Uniseminaren nicht geht und wofür man auch…
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Was weiß Google schon?
Was weiß Google schon? Das ist die Frage, um die sich vieles dreht. Es ist keine akute Tagesaktualität, sondern die ‚prognostizierende Historisierung‘ die immer mal wieder aufflammt. Hier zum Beispiel. Diese Diskussion ist beinah nur gut zu finden. Sie war internetuntypisch diszipliniert, als hätten sich alle Beteiligten im Kolloquium getroffen. Jeder hatte die Textgrundlage gelesen,…
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Zwei Portionen Kulturoptimismus
Die Überlegungen zum „Kulturpessimismus“ (hier sollte eigentlich auf einen Text von Kathrin Passig verlinkt werden, der Merkur hat ihn aber depubliziert) bekamen für mich die letzten Wochen neue Attraktivität, seit ich gelesen habe, wie deutsch dieses Phänomen ist. Ängste und Vorbehalte werden der deutschen Kultur ja in vielen Bereichen unterstellt, doch hier scheint es noch…
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Gut & Richtig
Die letzten Monate hat sich nicht nur hier ein tragendes Thema herauskristallisiert. Bei mir war es das durch Werturteile dominierte „Privatmeinungsinternet“, bei Klaus Kusanowsky ist es die „Trollforschung“ Erforschung der „Trollkommunikation“. Ich habe meine private Meinung dazu etwas klarer geäußert, kusanowsky blieb diszipliniert beobachtend & diagnostizierend. Sascha Lobo wurde hin und wieder erwähnt. Er zeigte…
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Nach was sucht Google eigentlich?
Es folgen wenige Erklärungen, ein paar Verwunderungen, einige Fragen, alles in der Absicht zu verstehen, warum sich nichts verstehen lässt, obwohl es das Ziel sein muss. Alles so wirr erzählt, wie es der Gesellschaft angemessen ist.
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Weltzustand 2011
Quelle
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Institutionalisierte Organisationsexile
Mein soziologisches Selbstgespräch über journalistische Selbstgespräche hat, immerhin, zu zwei explizierten Kommentierungen geführt. Beide verweisen, neben inhaltlichen Anmerkungen, auf Verständnisschwierigkeiten. Daher gehe ich dem Problem noch einmal nach. Mit folgender Frage/Antwort-Problemstellung: Was haben Enquetekommissionen, Führungskräfte-Coachings und manche Journalisten-Konferenz (und weitere auffindbare Einrichtungen) gemeinsam? Sie stellen institutionalisierte Exile dar und versuchen Probleme von Organisationen außerhalb von…
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Scheitern von Interaktion
Constanze Kurz schreibt hier über das Scheitern der letzten Sitzung der „Internet und digitale Gesellschaft“-Enquête-Kommission des Bundestags. Der thematische Sachverstand, die individuellen Ziele und die politische Entscheidungslogik haben sich blockiert. Das hat für viel Wirbel gesorgt, weil das Scheitern von unbeteiligten Beobachtern sofort Personen zugerechnet wurde und so viel persönliche Enttäuschung hervor rief.
