Die Sprengkraft soziologischer Beobachtung


Archiv für ‘Sonntagssoziologie’

Kritik: Kulturzeit – Eine Frage des Vertrauens (Update)

Von: , 06.11.2011

‚Vertrauen ist das Fundament einer funktionierenden Gesellschaft. Vertrauen sei ein „Mechanismus zur Reduktion sozialer Komplexität“, sagt Niklas Luhmann.‘ Mit diesen Sätzen begann 3Sat-Kulturzeit vergangenen Freitag einen kleinen Film zum Thema Vertrauen [gekürztes Skript].

Die ersten Sätze des Filmes sind nicht zu kritisieren, sie treffen zu – und zwar auch dann, wenn man ihren inhaltlichen Gehalt umkehrt: Eine Gesellschaft, die nur auf Vertrauen basiert, limitiert ihren Katalog an Möglichkeiten und bleibt hinter dem Potenzial unserer modernen Gesellschaft weit zurück. Und: Vertrauen ist ein Mechanismus zur Steigerung sozialer Komplexität. Auch das sagt Niklas Luhmann. weiterlesen »

schnell & orientierungslos

Von: , 14.08.2011

Wenn ich an Frank Lübberdings Meldemaschinen-Text denke, muß ich immer noch schmunzeln. Besonders wegen der Überschrift: „Die Welt geht unter, wir gehen mit“. Spiegel Online hat sich mit seinem Börsenstreßticker blamiert. Sie haben anscheinend einfach alle Möglichkeiten genutzt, die sich ihnen geboten haben. Es galt nur noch die Zeit – selbst die BILD hat, obwohl sie ebenfalls eine engagierte Online-Strategie hat, nicht derart übertrieben.

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Notwendige Proteste, notwendige Arrangements

Von: , 07.08.2011

Start einer kleinen Reihe: Sonntagssoziologie. Sachen die in der Zeitungsarbeit übrig bleiben, oder diese vorbereiten & der anfallende Rest.

Der Versuch von Sascha Lobo, das Internet als generatives Element in die Diskussion über die Ursachen des Verbrechens in Oslo zu thematisieren ist interessant. Der grundsätzliche Versuch ist richtig, weil er nicht abwegig und in der Form trotzdem mutig ist. Noch interessanter ist allerdings die Nachbesprechung, denn sie greift die Problematik auf, dass es derzeit keine tragfähige Internetverteidigungsargumentation gibt. Und es wird erst recht keine geben, wenn zukünftige andere Menschen ihre Copy/Paste-Pamphlete ins Internet stellen und zeigen, was das Internet für Potentiale in sich birgt, gerade wenn man Souverän seiner Filter ist.

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