Sozialtheoristen

Die Sprengkraft soziologischer Beobachtung


Kommentare


  • rethor (15. Juni 2010) - Gesellschaftlich abgemeldet / individuell eingerichtet
    na ja, ich denke, Heinsohn versucht die Probleme unserer Gesellschaft aufzuzeigen und mit ihm glaube ich, dass wir nur noch wenige Jahre haben, um gegenzusteuern. In der politischen Diskussion findet ja eine ernsthafte Diskussion m.E. gar nicht statt. Insofern gehe ich davon aus, dass Deutschland in etwa 10 Jahren die Probleme zu lösen hat, die heute in Griechenland auf (...) vollständig anzeigen
  • Stefan Schulz (6. Juni 2010) - Soziale oder gesellschaftliche Vernetzung?
    @weissgarnix Danke für den Literaturhinweis. Das ist sicher ein guter Hinweis - "enthemmte" Kommunikation und das soziale Internet, das klingt interessant. Zu Weber, Simmel, Luhmann. Ich habe oben Weber erwähnt, weil er mit seiner Idee der "sozialen Beziehung" den gängigen Beschreibungen der "sozialen Vernetzung durch das Internet" als zwischenmenschliches Phänomen am nächsten kommt. Meine Kritik daran (...) vollständig anzeigen
  • weissgarnix (5. Juni 2010) - Soziale oder gesellschaftliche Vernetzung?
    Sehe gerade, dass in der neuesten Ausgabe der Soziologischen Aufklärung die Seitenzahl nicht stimmt: dort steht die entsprechende Passage nunmehr auf Seite 206. Als etwas generellerer Hinweis: Luhmanns dortige Ausführungen über die Familie als System "enthemmter Kommunikation" lesen sich im Kontext von Facebook & Co noch immer höchst interessant. (...) vollständig anzeigen
  • weissgarnix (5. Juni 2010) - Soziale oder gesellschaftliche Vernetzung?
    >Wenn man die Idee der “sozialen Vernetzung” in einem theoretischem Rahmen aufgreift Was zweifellos eine Reise durch schier unendliche Welten bedeutet, zumindest dann, wenn man sich dem Komplex "Netzwerke" aus systemtheoretischer Sicht nähert... >ist der, meiner Meinung nach letzte sinnvolle Einstieg in die Theorie, die Idee von Max Weber, dass in einer sozialen Beziehung Akteure ihr Handlungen (...) vollständig anzeigen
  • flex (19. Mai 2010) - Lesetipp: Der Wille zum System – Niklas Luhmann revisited
    Manchmal hat Luhmann auch einen ganz entwaffnenden Humor, der anregt, über 'die Realität' hin und wieder ein wenig nachzudenken: http://gedankenstrich.org/2010/05/so-etwas-muss-sofort-beseitigt-werden/ (...) vollständig anzeigen
  • chSchlesinger (3. Mai 2010) - Soziale oder gesellschaftliche Vernetzung?
    Das Internet bedient seine User mit jenen Heteronymen, die Fernando Pessoa damals über seine Einsamkeit hinweghalfen. Nicht selten ergeben sich solch machtvolle Beziehungen, welche uns früher in Bibliotheken eilen ließen, mehrbändige Biographien, Tagebücher, Briefwechsel längst verstorbener Schriftsteller zu erwerben. (...) vollständig anzeigen
  • Alex (15. April 2010) - Demokratische Informationsgewinnung durch Komplexität reduzierende Kollektiv-Maschinenintelligenz
    @Stefan es geht dabei nicht so sehr um den Autor oder den Leser an sich, sondern um Ideen bzw. dem Abbild der Wiklichkeit, die durch deren ständigen Austausch und Blickwinkelvergleich einer Evolution unterliegen. Ich glaube das Internet ist in den Anfängen dieses zu leisten. (...) vollständig anzeigen
  • Stefan Schulz (15. April 2010) - Demokratische Informationsgewinnung durch Komplexität reduzierende Kollektiv-Maschinenintelligenz
    Man kann es so sehen, dass das Internet nur ein schnelleres, viel weiter fliegendes Flugblatt mit Antwortmöglichkeit ist. Und man kann sich auch damit begnügen, sich lediglich für den Autor und den Leser zu interessieren... Aber man verschenkt/verkennt dann vieles (wenn nicht alles), was es interessant macht. (Was aber kaum zu ändern und auch nicht schlimm (...) vollständig anzeigen
  • Alex (15. April 2010) - Demokratische Informationsgewinnung durch Komplexität reduzierende Kollektiv-Maschinenintelligenz
    @Stefan Die Vernetzung bekommt eine neue Qualität, wenn ein Impuls wie z.B. die Ausführungen von Herrn Kruse eine Resonanz im Netz erzeugen. Dh es breiten sich Erregungswellen im Netz aus, die sich wie in unserem Falle als Diskussion manifestiert. Wie erklärst du dir sonst, wenn sich über das Netz Menschen zu Protesten, Festen und Masseneinkäufe organisieren (...) vollständig anzeigen
  • Stefan Schulz (15. April 2010) - Demokratische Informationsgewinnung durch Komplexität reduzierende Kollektiv-Maschinenintelligenz
    @Alex Ich verstehe dieses Erklärungsanliegen. Aber, verknüpfen sich mit Hilfe des Internets Menschen mit Menschen oder Menschen mit Maschinen. Über die Einsamkeit des Web2.0 ist doch vieles gesagt wurden, Web2.0-Friends helfen nicht beim Umzug, usw. Ich würde nicht sofort auf den Zug aufspringen zu meinen, ich vernetze mich mit Menschen, wenn ich bei Google nach einem (...) vollständig anzeigen
  • Alex (15. April 2010) - Demokratische Informationsgewinnung durch Komplexität reduzierende Kollektiv-Maschinenintelligenz
    @Stefan ich denke, dass die Frage nach der Mustererzeugung von Maschinen in der ZDF Diskussion eher zweitrangig war. Ua. war die Frage , was das Internet ist: Das Internet ist eine Vernetzung von intelligenten Individuen, bei dem es zu Effekten kommt wie Resonanz, Musterbildung und Emergenz. Die menschliche Natur neigt dazu, sich zu vernetzen und (...) vollständig anzeigen
  • Stefan Schulz (15. April 2010) - Demokratische Informationsgewinnung durch Komplexität reduzierende Kollektiv-Maschinenintelligenz
    @Alex Die Frage ist nicht "Mit welchen Methoden erkennen wir welche Muster?" Diese Frage ist die zentrale Frage der Psychologie und damit am Limit ihrer wissenschaftlichen Behandlung. Die Frage ist: Welche Muster stellt uns das Internet und seine Präsentationsmaschinen: Googles-Algorithmus, Amazons-data-mining, Tom-Toms-Verkehrsdatenauswertung, ... zur Verfügung. Vor allem: Wie? Und was sind die sozialen Folgen? Also: Welche (...) vollständig anzeigen
  • Stefan Schulz (15. April 2010) - Demokratische Informationsgewinnung durch Komplexität reduzierende Kollektiv-Maschinenintelligenz
    @Rene Ich sage ja nicht, dass Google oder Amazon "kollektive Intelligenz" darstellen, sondern das sie "Intelligenz" innehaben, also auf irgendeine, selbstbestimmte, selbstreferenzielle Art mit Information umgehen (ohne das es eine Rolle spielt, dass diese Maschinen von Menschen hergestellt oder irgendwie initial mit Information gefüttert werden). Googles Algorithmus ist vielleicht keine Trivialmaschine mehr. Niemand, auch nicht (...) vollständig anzeigen
  • Alex (15. April 2010) - Demokratische Informationsgewinnung durch Komplexität reduzierende Kollektiv-Maschinenintelligenz
    Herr Kruse beschreibt hervorragend die Muster, die ich im Kulturraum Internet, zu erkennen glaube. Der Grund weshlab seine Bekannteheit in den letzten Monaten stark zugenommen hat, erbaut sich meines erachtens daraus, dass viele die selben Muster erkennen und seine prägnante Verallgemeinerung somit resonanzfähig ist. (...) vollständig anzeigen
  • Rene (14. April 2010) - Demokratische Informationsgewinnung durch Komplexität reduzierende Kollektiv-Maschinenintelligenz
    Du zitierst Prof. Kruse falsch und benutzt Begriffe kurz gesagt unsauber. Wenn du die Arbeiten von Prof. Kruse kennen würdest (er forscht und entwickelt Software für kollektive Intelligenz) und genau zugehört hättest, dann würdest du nicht einfach sagen, dass er sagt, dass Geist nicht aus der Maschine kommen kann. Er sagt, dass es bis jetzt (...) vollständig anzeigen
  • Stefan Schulz (14. April 2010) - Demokratische Informationsgewinnung durch Komplexität reduzierende Kollektiv-Maschinenintelligenz
    Gespräche über das Internet, die allein thematisieren, dass die Welt mit besser ist als ohne, sind nicht nur nicht exakt sondern einfach nur Unterhaltung. Ich kann ja verstehen, dass man gern einem Vollbart-Professor zuhört - aber kluge Leute sollten über die interessanten und wichtigen Themen reden anstatt Stimmung zu machen um ihre Beraterposition zu promoten. Die (...) vollständig anzeigen
  • Klaas Kramer (14. April 2010) - Demokratische Informationsgewinnung durch Komplexität reduzierende Kollektiv-Maschinenintelligenz
    Ich habe den TV-Mitschnitt mit großem Genuss verfolgt, trotz schlechtem WLAN mit dauernden Ladeunterbrechungen. Die Kritik in diesem Beitrag ist interessant, aber eben auch nicht mehr als eine zur formalen Analyse hochstilisierte Befindlichkeit eines Beobachters. Wie uninteressant wären denn Diskussionen bitte, wenn jeder Begriff erst definiert würde. Ich jedenfalls empfinde so etwas als störend, auf darunter leidende (...) vollständig anzeigen
  • Stefan Schulz (20. März 2010) - Gesellschaftlich abgemeldet / individuell eingerichtet
    Heinsohns Anlaß für den Text ist die Frage, wie eine Bevölkerung eine Staatsverschuldung schultert. Das Problem der Vergreisung Deutschlands kann man ja erstmal teilen, ohne aus seinem Text Volksverhetzung rauszulesen. (Natürlich hätte man den Fokus auch verlagern können: Etwa auf die Förderung von Familien, die mit Beruf und Ausbildung zu kämpfen haben.) Mein "Naja." bezog sich (...) vollständig anzeigen
  • RobertLee (18. März 2010) - Gesellschaftlich abgemeldet / individuell eingerichtet
    Naja? Naja ist fast schon ein bisschen wenig...Und "sinnlos" ist der Artikel nicht, irgendwas wird sich Heinsohn schon gedacht haben. Darüber möchte ich jetzt nicht spekulieren. Stumberger bei telepolis plädiert auf "Volksverhetzung": http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32272/1.html und bringt einen anderen lesenswerten Soziologen ins Spiel: Loic Wacquant. (...) vollständig anzeigen
  • Stefan Schulz (9. März 2010) - Inflation raten
    Ohne jetzt auch, vom eigentlichen Thema weg, in die Eigentum, Zins und Geld-Runde einzusteigen: "Addierte man sämtliche Kontostände, wäre die Summe Null." ist so natürlich nur richtig - wen man den Unterschied zwischen einem Girokonto und dem "Notenbankkonto" nicht registriert. (...) vollständig anzeigen
  • Klaus Kusanowsky (8. März 2010) - Inflation raten
    "Aber man fängt doch nicht wieder beim banalen Warentausch an." Das ist auch nicht gemeint. Gemeint ist, dass alles Geld, das im Umlauf ist, auf Schuld beruht. Jedem Guthaben auf irgendeinem Konto steht eine Schuld auf irgendeinem anderen Konto gegenüber. Addierte man sämtliche Kontostände, wäre die Summe Null. Bis zu einer Währungsreform greift man entweder zu einer (...) vollständig anzeigen
  • Stefan Schulz (8. März 2010) - Inflation raten
    Jo - mein Anliegen war schon, die Inflationsrate als nur ein Beispiel für Kennziffer-getriebene Entscheidungswege darzustellen. (Wobei ich nicht auf "für Statistik allgemein" generalisiert hätte.) Kennziffern funktionieren als Prämissen für Entscheidungen. Das halte ich für wichtiger, als die Nutzung des Kontingenzbegriffs. Klar ist Kontingenz gegeben. Aber wenn meine Oma in der Zeitung liest, 15% der über (...) vollständig anzeigen
  • Klaus Kusanowsky (8. März 2010) - Inflation raten
    "Eine Rechnung aufzustellen, deren wichtigstes Prinzip es ist, auf Zahlen reduzierbar zu sein, hat einen entscheidenden Nachteil: Sie ist unkontrolliert abgekoppelt von den wirklichen Umständen, über die sie Aussagen treffen soll." Diese Bemerkung beschreibt die Sache zutreffend, vernachlässigt aber, dass dies nicht nur im Fall der Inflationsstatistik gilt, sondern für Statistiken allgemein; dass nämlich die Weiterverwendung (...) vollständig anzeigen
  • Stefan Schulz (3. März 2010) - Was fehlt: Das EU-Protest-Handbuch
    Also, was die politische Entscheidung angeht, versteckt sich der Nationalstaat hinter der EU, das würde ich auch so sagen. Mir geht es allerdings um die Legitimation politischer Entscheidungen. Und da ist es so, wie ich es geschrieben habe, die EU entscheidet, verlagert die Autorenschaft für Gesetze aber in den Nationalstaat, indem sie ihm geringe Ausgestaltungsspielräume (...) vollständig anzeigen
  • Martin (3. März 2010) - Was fehlt: Das EU-Protest-Handbuch
    "Bislang konnte sich die EU hinter den Nationalstaaten verstecken." Andersherum wird ein Schuh draus. Bislang waren es die nationalen Regierungen, die hinter verschlossenen Türen europäische Politik gemacht haben, und dann vor ihre Bürger getreten sind und mit dem Finger auf Brüssel gezeigt haben. Das muss sich ändern, sicher! Die ersten Schritte sind meines Erachtens aber schon (...) vollständig anzeigen
  • Stefan Schulz (2. März 2010) - Was fehlt: Das EU-Protest-Handbuch
    Naja. meine These ist die Gegenthese. ;) Die EU hat keine öffentliche Verwaltung (Ämter und Behörden vor Ort, die Gesetze umsetzen) und keinen regional verankerten Politikbetrieb. Mit Ortsbüros meine ich die Parteibüros der jeweiligen Wahlkreisabgeordneten und -kandidaten. Die EU ist ein recht schnell zusammengezimmertes Gebilde, dass in keiner Weise krisenerprobt ist. Nun kommen aber einige Krisen. (...) vollständig anzeigen
  • Julien Frisch (2. März 2010) - Was fehlt: Das EU-Protest-Handbuch
    Ich meinte nicht, dass die EU-Institutionen sind wie die nationalen Organisationen, weil alles genauso funktioniert, sondern nur, dass man genau wie nationalen Organisationen schauen muss, wer für was wann zuständig ist und dann zum richtigen Moment Einfluss nehmen muss. Und natürlich kann man sich wünschen, dass das Parlament mehr Einfluss bekommt - das wünsche ich (...) vollständig anzeigen
  • Stefan Schulz (2. März 2010) - Was fehlt: Das EU-Protest-Handbuch
    Hm, bevor ich die EU-Institutionen als "nichts anderes als die nationalen Organisationen" ansehe, möchte ich aber: 1. dass auch das Parlament der EU das Recht auf Gesetzesinitiativen hat und ich möchte das eigentlich entscheidende Gremium, die EU-Kommission, wählen können. 2. dass auch einzelne, spontan protestierende Menschen bemerkt werden. Die EU nimmt jedoch nur auf Organisationen Rücksicht. Einzelne (...) vollständig anzeigen
  • Julien Frisch (2. März 2010) - Was fehlt: Das EU-Protest-Handbuch
    Ich denke, man muss sich einfach daran gewöhnen, dass die EU-Institutionen nichts anderes sind als die nationalen Organisation, was das angeht. Man muss sich seine Kontakte zu den richtigen Personen aufbauen, entweder direkt in Brüssel oder bei Leuten in den Mitgliedsstaaten, die direkten Zugriff auf solche Menschen haben. Am Ende ist es nicht schwieriger herauszubekommen, wer (...) vollständig anzeigen
  • Stefan Wild (25. Februar 2010) - Das rundum gute Internet
    Herr Schulz (ich wusste nicht, dass hier das "Sie" üblich ist, sorry), schön, dass wir es offensichtlich wenigstens schaffen, zu erkennen, wo wir aneinander vorbei schreiben. Ich versuche, mich diesmal kurz zu fassen ;) Mit meinem Kommentar wollte ich darauf hinweisen, dass die Nebenwirkungen bei Ihren Vergleichsbeispielen in erster Linie Gesundheitsgefährdungen, die unfreiwillig hingenommen werden müssen sind, (...) vollständig anzeigen
  • Stefan Schulz (24. Februar 2010) - Das rundum gute Internet
    Stefan Wild, dass sie soviel kommentieren finde ich bemerkenswert aber auch anstrengend, da sie sich auf meine Argumentation nicht einlassen. Ich müsste jetzt meinen Text komplett nochmal schreiben um auch sie zu überzeugen... Daher nur kurze Anmerkungen. - Mir geht es nicht darum, das Internet in seinem Wesen mit anderen Kommunikationsformen zu vergleichen, wie sie es (...) vollständig anzeigen
  • Stefan Wild (23. Februar 2010) - Das rundum gute Internet
    @Stefan Schulz "Waffenbesitz, Atomstrom, Gentechnologie" – findest du nicht, dass diese Themen in einen ganz anderen Bereich gehören? Denn die Hauptgefahren dieser drei Dinge sind ja direkte (bzw. bei Gentechnologie ggf. indirekte) Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit von Menschen, die sich im Regelfall nicht wirklich dagegen wehren können (also z.B. erschossen oder verstrahlt werden). Und da (...) vollständig anzeigen