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	<title>Sozialtheoristen &#187; Europa</title>
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	<description>Die Sprengkraft soziologischer Beobachtung</description>
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		<title>Die zwei Seiten der Europawahlmedaille</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 10:11:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Schulz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Europawahl &#8211; der langweilige Teil: Morgen ist Europawahl, bzw. seit vorgestern bis morgen, und es könnte fast nichts unspannender sein, als die Frage, welcher der dämlichen Werbespots am besten funktioniert hat. Falls die deutsche Wahlbeteiligung morgen über 34,7% liegt, liegt es allenfalls daran, dass dieses WE nichts Weiteres anliegt, was um das bisschen Aufmerksamkeit buhlt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Europawahl &#8211; der langweilige Teil:</p>
<p>Morgen ist Europawahl, bzw. seit vorgestern bis morgen, und es könnte fast nichts unspannender sein, als die Frage, welcher der <a href="http://blog.argwohnheim.de/2009/05/28/wahlwerbespott/">dämlichen Werbespots</a> am besten funktioniert hat. Falls die deutsche Wahlbeteiligung morgen über <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=1326">34,7%</a> liegt, liegt es allenfalls daran, dass dieses WE nichts Weiteres anliegt, was um das bisschen Aufmerksamkeit buhlt. Aber wehe es regnet, dann ist selbst dieser kleine Langweiligkeitsvorteil hinüber.</p>
<p>Wieso soll man wählen gehen? In den öffentlichrechtlichen Massenmedien liefen die Tage Kinderreporter durchs Bild und erzählten, dass ganz, ganz viele Gesetze aus Brüssel kommen. Nur, Europawahl ist eben keine „Europawahl&#8221;, sondern EU-Parlamentswahl und das EU-Parlament hat zwar einiges mit der EU zu tun, aber relativ wenig mit Brüssel. Selbst ist es in Straßburg beheimatet, die Fraktionen treffen sich regelmäßig in Brüssel und das Generalsekretariat vergnügt sich in Luxemburg. Und diese regionale Ferne ist noch immer symptomatisch für die politische Rolle des Europäischen Parlamentes in Brüssel.</p>
<p><span id="more-517"></span>Denn wenn im Nachgang der Wahl die EU-Kommission, das einzige EU-Gremium mit dem Recht Gesetze zu initiieren, zusammengesetzt wird, können noch so viele Wähler der <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b4d75e19">guten Idee</a> gefolgt sein, Grün gewählt zu haben, über den deutschen Kommissar wird die große Koalition in Berlin entscheiden.</p>
<p>Ganz gleich also, was die Wahl bringt, die Fragen über die inhaltlichen und personalen Besetzungen der EU-Institutionen sind bereits entschieden oder werden gerade unabhängig von der EU-Parlamentswahl entschieden. Als Wähler bleibt (für einige) allein die Freude, dass später einer der Beteiligten an den Anhörungs- und Mitentscheidungsverfahren durch die eigene Wahl mitbefähigt wurde, vor der Presse eine Stellungnahme zu verlesen.</p>
<p>Europawahl &#8211; der spannende Teil:</p>
<p>So langweilig der Wahlkampf war und so relativ unbedeutend die Wahl selbst ist, so spannend könnte sich die Besetzung der EU-Kommission gestalten. Denn, die Kopplung, dass ein Wahlergebnis ein Mehrheitsverhältnis bedeutet, auf Basis dessen dann eine Regierung gewählt wird, gibt es in Europa nicht. Das Spannende ist, das es überhaupt keinen Mechanismus gibt, der die EU-Kommission besetzt. Die 27 Mitgliedsstaaten müssen sich einigen, und möchten das gerne im Konsens tun. Dabei muss zwischenstaatlich geklärt werden, welches Themengebiet welchem Land zugeordnet wird, und innerstaatlich muss geklärt werden, welche Person dieses Ressort besetzt. Für Letzteres kann man natürlich die Mehrheitsverhältnisse die im nationalen Parlament vorherrschen nutzen, aber wie einigen sich die Länder untereinander?</p>
<p>Am liebsten in geheimen Hinterzimmer-Absprachen. Bei 15 Staaten hat das immer gut geklappt. Bei der aktuellen Anzahl und der hier und da vernehmbaren EU-skeptischen Stimmung auf Regierungsebene ist jedoch zu erwarten, dass die Prozedur nicht so geräuschlos über die Bühne geht.</p>
<p>Auch das EU-Parlament könnte hier noch eine Rolle spielen. Eigentlich haben die EU-Parlamentarier keine Rechte auf Mitentscheidung, allerdings waren sie so frei, den Tagesordnungspunkt „Anhörung der EU-Kommissionskandidaten&#8221; einfach in ihr Programm zu schreiben. Allein die ihm zuteilwerdende, öffentliche Aufmerksamkeit sorgt dafür, dass ihnen so eine Rolle als Mitentscheider zugestanden wird. Sofern viele der kleinen nationalen EU-skeptischen Parteien einziehen werden, wird sogar der Profilierungswille des Parlamentes gegenüber den Mitgliedsstaaten steigen. Bereits vor 5 Jahren wagte es Barroso nicht, eine Kommission im EU-Parlament zur Abstimmung vorzulegen, von der er wusste, dass sie nicht mehrheitsfähig ist. 3 Monate dauerte seine Neuplanung. Seit dem ist die Anzahl der Kommissare gewachsen, die EU-Skeptik hat zugenommen und die Stimmung orientiert sich an der allgemeinen Krise. Dass man zumindest einen EU-Kommissionspräsidenten hat, der für eine weitere Amtszeit zur Verfügung hat, scheint ein wichtiges Gut zu sein. Offiziell liegt es an ihm, eine Kommission zusammenzustellen. Das könnte den Prozess entlasten oder eben vielleicht überhaupt erst ermöglichen.</p>
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		<title>Zur Transformation von Werten</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Mar 2009 16:05:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rena Schwarting</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;in das Schema politischer Probleme und Interessen am Beispiel &#8220;Sicherheitspolitik&#8221; Die Ausgangsthese von Niklas Luhmann lautet: Interessenkonflikte sind letztlich triviale Konflikte, denn sie können vermittelt werden &#8211; sei es durch Kompromisse, Geldzahlungen, Drohungen und Gewalteinsatz. Religionskonflikte, ethische und Identitätskonflikte über nicht verhandlungsfähige Werte sind dagegen nicht politisierbar (2000: 218). Die anschließende These soll sein, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8230;in das Schema politischer Probleme und Interessen am Beispiel &#8220;Sicherheitspolitik&#8221;</strong></p>
<p>Die Ausgangsthese von Niklas Luhmann lautet: Interessenkonflikte sind letztlich triviale Konflikte, denn sie können vermittelt werden &#8211; sei es durch Kompromisse, Geldzahlungen, Drohungen und Gewalteinsatz. Religionskonflikte, ethische und Identitätskonflikte über nicht verhandlungsfähige Werte sind dagegen nicht politisierbar (2000: 218). Die anschließende These soll sein, dass unter einer vermeintlichen Friedens- und Sicherheitspolitik &#8220;Werte&#8221; in das Schema von &#8220;Interessen&#8221; und &#8220;Problemen&#8221; transformiert werden (können) und damit politisch verhandelbar werden (bzw. scheinen).</p>
<p><span id="more-436"></span><strong>Wie ist genau die Unterscheidung zwischen Werten und Interessen gebaut?</strong></p>
<p>Zunächst kann analytisch zwischen moralischen und politischen Werten differenziert werden: <a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/25143">Moralische Wertekommunikation</a> ist aus funktionalen Gesichtspunkten in modernen Gesellschaften auf der Interaktionsebene zu verorten, denn sie würde den Rationalitäten der gesellschaftlichen Teilsysteme widersprechen und findet ihren Platz bereits mit der Ausdifferenzierung eines positivistischen Rechtssystems.</p>
<p><strong>Für das politische System ergibt die Unterscheidung von Werten und Interessen eine zentrale Funktion</strong></p>
<p>Bei Interessen und Werten handelt es sich in beiden Fällen um Präferenzen. Während Interessen Präferenzen als Fakten behandeln &#8211; je nachdem wer sich dafür interessiert &#8211; werden Werte intersubjektiv und absolut vertreten sowie normativ stilisiert. Werte können im Gegensatz zu Zwecken weder (widerspruchsvoll) parallel verfolgt werden noch sind sie zeitlich begrenzt.</p>
<p>Im Rahmen politischer Kommunikation beziehen sich Werte auf die Primärfunktion des Gedächtnisses der Politik und ermöglichen, zwischen &#8220;Erinnern&#8221; und &#8220;Vergessen&#8221; zu diskriminieren. Sie beziehen sich auf die Notwendigkeit des Wiederfreimachens von Kapazitäten für Anschlusskommunikationen. Werte erweitern das Erinnern auf Kosten des Vergessens jedoch ohne Selbstfestlegung. Aus diesem Grund braucht das Gedächtnis einen zweiten Faktor, der die laufende &#8220;Freischaltung&#8221; von Anschlüssen vollzieht. Diese Funktion wird durch die Möglichkeit erfüllt, in der Interessen zu signalisieren. Interessen bezeichnen Identifikationen, die eine Wiederholung wahrscheinlich und erwartbar machen. Das Wertschema testet sich laufend an der Frage, ob es den Interessenlagen noch entspricht.</p>
<p><strong>Zurück zur Ausgangsthese</strong></p>
<p>Werte legen jedoch nichts fest, denn immer wenn man es mit Entscheidungen zu tun hat, muss man zwischen mehreren qualitativ unterschiedlichen Werten entscheiden. Interessen sind dagegen verhandelbar, weil sie auf Entscheidungskommunikation beruhen und damit die Wahl einer Alternative ermöglichen. Entscheidungen sind Beobachtungen, die auf zweiseitigen Unterscheidungen basieren, um eine der beiden Seiten zu bezeichnen. Die Form &#8220;Alternative&#8221; ist diejenige Form, die eine Beobachtung zu einer Entscheidung macht. Die Entscheidung bezeichnet dann diejenige Alternative, die sie präferiert. Alternativen sind damit besondere Arten von Unterscheidungen, die generell voraussetzen, dass beide Seiten der Unterscheidung erreichbar sind, d.h. bezeichnet werden können.</p>
<p>Die Bedingung und Folge für bzw. von Entscheidungen ist, dass diese unter Unsicherheit stattfinden. Die Entscheidung transformiert Unsicherheit in Risiko: Vor der Entscheidung besteht Unsicherheit über die Wahl der Alternative, nach der Entscheidung besteht das Risiko, für die falsche Entscheidungsalternative optiert zu haben. Die Bewertung von Entscheidungen ist damit stets zeit- und beobachterabhängig.</p>
<p>Für diese Entscheidungskommunikation ist die Bildung politischer Organisationen zentral. In Organisationen gibt es zwei Schema, die die Paradoxie des Entscheidens unsichtbar machen: Probleme und Interessen. Beide sind wechselseitig infiltriert. Mit der Problemanalyse suggeriert man möglichen Konsens und eine Art &#8220;objektive oder rationale&#8221;  Diagnose. Mit der vorangegangenen Bezugnahme auf Interessen wird dagegen ein partikularistischer Standpunkt ausgeflaggt, der andere gegensätzliche Interessen unberücksichtigt lässt. Die Argumentation versucht dann typisch zu zeigen, dass das besondere Interesse das allgemeine sei oder andere Interessen mit abdecke. Mit dieser Zweiteilung wird das Paradox des Entscheidens invisibilisiert und nur noch die Frage hinterlassen, ob man Probleme lösen oder Interessen fördern will. Beide Schema sind dabei aufeinander anwendbar: Es kann im Interesse sein, Probleme zu lösen und es kann ein Problem sein, Interessen zu fördern.</p>
<p><strong>Zurück zur Anschlussthese</strong></p>
<p>Friedens- und Sicherheitsfragen scheinen diesem Kriterium von gleichzeitiger Besonderheit und Allgemeinheit von Problemen und Interessen in besonderer Weise zu genügen, weil sie die Spiegelung der funktionalen Differenzierung der Gesellschaft in der Entscheidung zunächst latent halten und über weitere Entscheidungen temporalisieren können. Dies ist zwar allgemeines und funktionales Merkmal von <a href="http://sozialtheoristen.de/2008/07/07/der-placebo-effekt-des-politischen-systems/">unlösbaren Problemen</a> im politischen System, Friedens- und Sicherheitsinteressen sowie -probleme tragen jedoch beide Seiten (Besonderheit und Allgemeintheit) der Unterscheidung in sich immanent mit und sind auf beiden Seiten gleich anschlussfähig. Weder die Allgemeinheit noch die Besonderheit dieser Interessen und Probleme müssen begründet werden. Mit anderen Worten: Die spezifischen Interessen von Wirtschaft, Politik, Recht oder Religion sind weiterhin ihrer Eigenrationalität unterworfen, werden jedoch als Friedens- und Sicherheitsfrage vorab auf ein allgemeines Interesse oder Problem gefiltert und priorisiert, bevor sie im Anschluss (auch wenn dieser Jahre oder Jahrzehnte dauern kann) für besondere Fragen einzelner policies verhandelbar werden.</p>
<p>Die Sequenzierung von Entscheidungen bleibt in Anbetracht einer unhintergehbaren Unsicherheit die einzige praktikable Methode zur Komplexitätsreduzierung und Risikodiversifizierung im Sinne von &#8220;piecemeal technologies&#8221; (Popper 1972):  &#8220;Die Beruhigung erfolgt im Kleinformat&#8221; formuliert Luhmann (1991).  Die (vorübergehende) Reduzierung von politischen Themen auf Friedens- und Sicherheitsfragen scheint damit  in Organisationen des politischen Systems ein erfolgreicher Mechanismus zur Transformation bzw. Re-Imprägnierung von Werten in kleinformatige politische Interessen und Probleme zu sein. Durch die Entscheidug  über politische Friedens- und Sicherheitsrisiken ist ein kommunikativer Anschluss wahrscheinlicher als über die höchst konfliktive und enttäuschungsreiche Verständigung über Werte.</p>
<p><strong>Soweit die (system-)theoretische Analyse. Und die politische Praxis?</strong></p>
<p>Aus historischer Perspektive lässt sich die Transformation von Werten in Friedens- und Sicherheitsfragen mit Hilfe von politischen Organisationsentscheidungen am Beispiel des europäischen Integrationsprozesses beschreiben: Die &#8220;kulturellen&#8221; Werte der europäischen Weltgesellschaft  (welche auch immer dies sein mögen) mussten und müssen immer wieder zugunsten atomarer, militärischer, finanzpolitischer oder sozialpolitischer Fragen zurückgestellt werden. Ihre Funktion liegt &#8211; wie im Anschluss an Luhmanns Ausgangsthese skizziert &#8211; weniger in ihrer absoluten, unentscheidbaren Geltung als vielmehr darin, dass sie Vergessen verhindern und damit erinnert werden können, sobald sie mit besonderen Interessen konvergieren. Auch Entwicklungs-, Umwelt- und Bildungspolitik werden in den europäischen (aber auch nationalen) Gremien und Institutionen zunehmend mit Verweis auf allgemeine bzw. gemeinsame Friedens- oder Sicherheitsinteressen entschieden &#8211; auch wenn hier eine allgemeine &#8220;Stabilität der Region&#8221; bereits als &#8220;wahrscheinlich&#8221; erreicht scheint.</p>
<p>Momentan lässt sich ein ähnlicher regionaler Integrationsversuch auch in Lateinamerika am Beispiel der Etablierung eines &#8220;<a href="http://www.jungewelt.de/2009/03-06/055.php?sstr=Chile%7C%7Cs%FCdamerikanische%7CUnion">Südamerikanischen Verteidigungsrates</a>&#8221; beobachten. Anfang der Woche hatten sich die Länder der Union der südamerikanischen Staaten (UNASUR) in Santiago de Chile auf ein militärisches Kooperationsabkommen geeinigt. Vorrangiges Ziel ist es, den &#8220;Frieden in der Region zu sichern&#8221; und sich von ausländischen Waffenlieferungen unabhängig zu machen.</p>
<p>In beiden Regionen standen zunächst militärische und atomare Fragen vor wirtschaftlichen Sicherheitsproblemen und -interessen (und nach der ausgehandelten &#8220;Friedenssicherung&#8221;). In Lateinamerika bestanden bislang neben der 1948 gegründeten Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und dem 1991 konstituierten Binnenmarkt MERCOSUR vorwiegend bi- und multilaterale &#8220;Friedensabsprachen&#8221;. Zugleich bestehen regional und national unterschiedlich ausgestaltete Handelsabkommen mit den USA und der Europäischen Union. In beiden Fällen wurde und wird versucht, die Wertekommunikation mit Hilfe von Friedens- und Sicherheitssemantiken auf die Ebene der (vorwiegend ökonomisch orientierten) Interessenkommunikation zu verschieben, um diese politisch entscheidbar zu machen.</p>
<p>Trotz der <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/suedamerika4.html">Überwindung </a>der jüngsten &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,539189,00.html">diplomatischen Spannungen</a>&#8221; im Vorfeld des Kooperationsabkommens, bleibt die Region mit wirtschaftlich starken Staaten wie Chile und Brasilien auf der einen Seite und Bolivien und Ecuador als öffentlich deklarierte „Armenhäuser&#8221; auf der anderen Seite nicht nur sozial heterogen, sondern auch in Bezug auf ihre politische Ausgestaltung und ihre ethnisch-kulturellen &#8220;(Werte-)Wurzeln&#8221;. Für Europa wurde dies einst in Bezug auf Deutschland und Frankreich im Vergleich mit Griechenland und Irland beurteilt. Unter den kumulativen Effekten der globalen Finanzkrise tritt die Kontingenz dieser Unterscheidungen zumindest in Bezug auf die sozio-ökonomische Lage der Länder bereits hervor. Finanzpolitische Fragen scheinen deshalb aktuell (wieder) die nächsten Sicherheitsprobleme (wenn nicht auch Friedensfragen) und -interessen zu werden, die andere Werte zu diskriminieren vermögen, so die vorgestellte These. Für Lateinamerika ist ein erster Schritt unternommen, für die Verhandlung dieser Fragen ein neues organisatorisches Feld vorzufinden. <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunkturpaket282.html">Europa </a>übt sich bereits in der Lösung unlösbarer Probleme.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zum Weiterlesen</strong></p>
<p>Luhmann, Niklas 1991: Soziologie des Risikos. Kapitel 1, 8 und 10. Berlin/New York.</p>
<p>Luhmann, Niklas 2000: Organisation und Entscheidung. Opladen/Wiesbaden. Kapitel 1,4, 6, 11 und 15.</p>
<p>Luhmann, Niklas 2002: Die Politik der Gesellschaft, Frankfurt am Main, S. 177-183; 218-220.</p>
<p>Popper, Karl R. 1972: The Poverty of Historicism, London.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>These zur amerikanischen Religiosität</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2008/11/07/these-zur-amerikanischen-religiositat/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Nov 2008 21:06:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Schulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Da schrieb ich gestern noch: Ähnliche Verständnisschwierigkeiten haben wir, wenn wir uns anschauen, wie religiös Amerika ist und wie sehr die Religion die Politik beeinflusst, obwohl es kaum ein Land gibt, dass die Säkularität ernster nimmt. Das scheint tatsächlich so paradox zu sein, dass allein ein schnell hergeleiteter Ansatz fehlt, das zu erklären. Fällt es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da schrieb ich <a href="http://sozialtheoristen.de/2008/11/06/argumente-fur-begrundete-hoffnung-beim-blick-uber-den-atlantik/">gestern</a> noch:</p>
<blockquote><p>Ähnliche Verständnisschwierigkeiten haben wir, wenn wir uns anschauen, wie religiös Amerika ist und wie sehr die Religion die Politik beeinflusst, obwohl es kaum ein Land gibt, dass die Säkularität ernster nimmt.</p>
<p>Das scheint tatsächlich so paradox zu sein, dass allein ein schnell hergeleiteter Ansatz fehlt, das zu erklären.</p></blockquote>
<p>Fällt es mir heute, beim <a href="http://www.arte.tv/de/Willkommen/woche/244,broadcastingNum=954605,day=7,week=45,year=2008.html">Fernsehen gucken</a>, wie Schuppen von den Augen. Es gibt tatsächlich eine Erklärung, die den amerikanischen Pragmatismus und die extreme Religiosität zufrieden stellend fassen kann.</p>
<p><span id="more-274"></span></p>
<p>In der verlinkten Reportage führt Woody Allen durch die amerikanische Kulturpolitik und befördert für Europäer Erstaunliches zu Tage. Es gibt keine Kulturpolitik in Amerika. Gleich zu Anfang wird ein Ausschnitt einer Rede von Jimmy Carter gezeigt, in der er sich erfreut darüber zeigt, dass das amerikanische Volk die Sache mit der Kultur und der Kunst selbst in die Hand nimmt. Im weiteren werden zwei Aspekte betont. Erstens, die Kultur ist, seien es Museen, Theater, Festivals oder Weiteres eng mit dem Volk verbunden. Es gibt kaum öffentliche Fördertöpfe aber ein riesiges Netzwerk an Künstlern und Kunstkonsumenten, die über Nacht Millionen Dollar an Privatspenden oder tausende Beschwerdebriefe an Politiker organisieren können. Zweitens werden Künstler gezeigt, die darunter leiden, dass sie zu sehr von ihrem Publikum abhängig sind, dass sie sich nicht ausleben können und das sie sich, um überhaupt künstlerisch tätig sein zu können, zu sehr dem Mainstream verschreiben und nebenher in zwei einträglicheren Berufen arbeiten müssen.</p>
<p>Es zeigt sich also auch beim Blick auf die Kunst ein Pragmatismus, der in dem Fall der gesellschaftlichen Funktion von Kunst im Wege steht. Kunst kann gesellschaftliche Zustände verzerrt, also als anders möglich darstellen. Sie kann provozieren, inspirieren, das Gehirn fordern und fördern. Sie kann ein Spiegel der Gesellschaft sein, der zu offensichtlich Verstecktes freizügig präsentiert. Das kann die Kunst aber umso besser, je weniger sie von ihrem Publikum und deren Geldbeutel abhängig ist.</p>
<p>In Europa begann bereits Shakespeare damit, das Publikum mehr zu verwirren, als zu unterhalten. In Hamlet wird auf der Theaterbühne Theater gespielt, und die Protagonisten sehen sich in ihrem Theaterstück selbst, während das reale Publikum den Protagonisten als Publikum auf der Bühne dabei zusieht, wie es sich selbst zusieht. Das ist heute, da wir darüber reden können, noch großartiger als es damals war. Wenn er vom Geld des Publikums abhängig gewesen wäre, hätte er komplett unlösbare Geldschwierigkeiten gehabt und auf dem Feld gearbeitet.</p>
<p>In Europa ist es auch nicht unüblich, das Bühnenstücke 5h dauern. Selbst über zwanzigstündige und längere Aufführungen stößt man zuweilen. Und falls nicht die Länge überfordert, ist es die Ekelhaftigkeit in der Darstellung, die manchmal dazu führt, das Unvorbereitete den Publikumsraum schreiend verlassen. Gleichsam kann man aber in Europa Kunst finden, die wirkt als wäre sie für einen höchstpersönlich geschaffen.</p>
<p>Es ist nicht schwierig, sich in Europa vom Alltag abzulenken. Ein einfacher Gang ins Museum oder Theater genügt. Und Museen und Theater gibt es an jeder Ecke. Es ist eine Nachwirkung der einstigen Kleinstaaterei, das es beispielsweise in Thüringen in jedem 30.000 Einwohnerstädtchen mindestens ein Theater und in Großstädten unzählige gibt.</p>
<p>In Amerika ist das alles nicht so. Museen und Theater mit Niveau gibt es nur in Ballungsräumen oder traditionsreichen Universitätsstädten. Und das, was dort geboten wird, ist aus europäischer Perspektive nur sensationell. An New York lässt sich das verdeutlichen. Im MoMA gibt es nur großartige Kunst. Dabei handelt es sich entweder um europäische Importe oder farbenfrohe Basteleien von Andy Warhol. Alles, was dort an Bildern hängt, kennt man bereits vorher aus Büchern und von Fotos. Keine endlosen Gänge wie im Louvre, in denen man sich ohne Weiteres in tausenden Exponaten aus Zentralafrika oder Indonesien verlieren kann. Was in New York auf den großen Musicalbühnen stattfindet, ist so pompös, dass man kaum Zeit und Kapazität hat, über den Unterhaltungsaspekt hinaus zu schauen &#8211; das Erlebte verschwindet so schnell, wie es hervorpreschte, und bleibt dabei ziemlich anspruchslos.</p>
<p>Wer in Amerika dem Alltag entfliehen will, und sich mit Grübeln nicht zufriedengibt, kann nicht auf ähnlich einfache Weise losziehen und sich in dem Massenangebot der Künstler verlieren. So sehr die Nachfrage danach ist, es gibt schlicht kein Angebot, das über die pure Unterhaltung hinausreicht. Wer „das andere&#8221; erfahren will, findet es eher in der Kirche. Dort kann man in der Masse zu sich selbst finden. Die Religion leistet den Alltagsausgleich, den in Europa die Kunst übernimmt.</p>
<p><em>Eine Ausnahme ist der Film. Allerdings scheint das auf das besondere Verbreitungsmedium zurückführbar. Ein Film zu zeigen ist nicht besonders aufwändig, er findet schnell ein Massenpublikum &#8211; so konnten sich in Hollywood immer ohne Probleme gesellschaftskritische, fantastische oder abwägig-fiktionale Spartenfilme durchsetzen.</em></p>
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		<title>B&#252;rgernahe Politik: &#8222;Provinziell und konservativ&#8220; oder &#8222;gl&#228;ubig&#8220;?</title>
		<link>http://sozialtheoristen.de/2008/09/15/brgernahe-politik-provinziell-und-konservativ-oder-glubig/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 17:50:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Schulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn wir den amerikanischen Wahlkampf aus europäischer Fernsicht betrachten, fassen wir uns in regelmäßigen Abständen europäisch vernünftig an den Kopf. Zu haarsträubend sind Ansichten wie etwa, dass ein Krieg eine Aufgabe Gottes, Ehe gleichgeschlechtlich Liebender unnatürlich oder ein Krieg gegen Russland eine normale Option sein soll. Wenn Europäer den amerikanischen Präsidenten wählen dürften, würden sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir den amerikanischen Wahlkampf aus europäischer Fernsicht betrachten, fassen wir uns in regelmäßigen Abständen <em>europäisch vernünftig</em> an den Kopf. Zu haarsträubend sind Ansichten wie etwa, dass ein <a href="http://feeds.feedburner.com/~r/revolution-blog/~3/385990459/">Krieg eine Aufgabe Gottes</a>, Ehe gleichgeschlechtlich Liebender unnatürlich oder ein <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b6347bec">Krieg gegen Russland eine <em>normale</em> Option</a> sein soll.</p>
<p>Wenn Europäer den amerikanischen Präsidenten wählen dürften, würden sie regelmäßig den Kandidaten der Demokraten wählen und ihn mit Ergebnissen, wie wir sie seit dem Ende der DDR nicht mehr kennen, ins Amt hieven und den republikanischen Kandidaten auf den Mond schießen.</p>
<p>Nun ist uns das leider nicht vergönnt. Wir bleiben fragend zurück und wundern uns, wie es möglich ist, dass John McCain die Wählerumfragen anführt. John Stewart bringt all diese Verwunderung gegen Mike Huckabee treffend zum Ausdruck, in dem er ihn fragt: „Do you fell like your Party is the only one [that] can fix the damage, that your Party has done?“ Als Profi stellt er sie so, dass Huckabee gar nicht mehr in Verlegenheit kommt, antworten zu müssen. (<a href="http://www.thedailyshow.com/full-episodes/index.jhtml?episodeId=184093">siehe hier</a>)</p>
<p>Sind die Amerikaner tatsächlich so dumm? Ist ihre Weltsicht so eingeschränkt, dass sie nicht darüber nachdenken wollen, was die 2 Mrd. Dollar, die <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/meldung91602.html">wöchentlich im Irak</a> sprichwörtlich verpulvert werden, bedeuten könnten, wenn man sie <a href="http://revolution.blogdns.org/2008/09/do-you-even-think-about-americans/">im Inland, für sie</a>, einsetzt?</p>
<p><span id="more-137"></span>Diese Fragen werden der Situation und ihrer Protagonisten natürlich nicht gerecht. Auf der einen Seite gibt es in Amerika eine bürgerliche kritische Masse, die weltweit ihres Gleichen sucht. Es gibt <a href="http://www.arte.tv/de/Das-andere-Amerika/TV-Programm/1605494.html">„das andere Amerika“</a>, das Rekrutierungszentren der Armee blockiert, sich in Gemeinschaften organisiert, einfach „vernünftig“ lebt und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=anxkrm9uEJk">drängende Fragen öffentlich stellt</a>. Es gibt politisch interessierte und engagierte Menschen, die die Parteitage stürmen, Briefe an ihre Gouverneure schreiben, ihren Sheriff mit bedacht wählen, auch manchmal vor dem Rathaus im Kreis demonstrieren und ihre Meinungen bekunden.</p>
<p>Es gibt aber eben auch diejenigen, die all dies nicht tun und <em>schlicht</em> McCain wählen werden. Leute, die über Bundespolitik nicht groß nachdenken, die nicht wissen, dass es zwischen Irak und Pakistan keine Grenze gibt, die noch nie in New York, Boston, Los Angeles oder San Francisco waren und ihrem Arbeitsplatz am Fließband hinterhertrauern, wenn sie ihn verlieren. Das sind Menschen, wie wir sie in Deutschland auch haben, die wir als „dumm“ oder gleichbedeutend aber anders ausgedrückt als „konservativ“ und „provinziell“ beschreiben.</p>
<p>Die beiden Begriffe sind nicht grundsätzlich negativ besetzt. In weiten Teilen der Jugend und Nicht-CDU/CSU-Wähler haben sie aber eine eindeutige Konotation. Wertfrei betrachtet bedeuten „konservativ“ und „provinziell“ jedoch nur, dass die eigene Lebenswelt möglichst so bleiben soll, wie sie ist. Lebenswelt bezieht sich auf „provinziell“ und meint, die Umwelt, die unmittelbar erlebt werden kann, für die man keinen Fernseher oder andere Massenmedien und keine Organisationen braucht. Die Provinz ist der Ort, der den Sinnen direkt zur Verfügung steht. Der Alltag als ganze Welt. Alle sozialen Bezüge ergeben sich hier allein durch Interaktion, wie im antiken Griechenland.</p>
<p>Dies lässt sich heute natürlich kaum mehr ermöglichen. „Globalisierung“, Konkurrenz, Leistung, usw. sind die neuen semantischen Triebfedern, die das und-so-weiter bedeuten. Nur wird bei der Diskussion dieses Gegensatzes, vor allem von denen die „provinziell“ und „konservativ“ als quasi-Schimpfwort benutzen, eins vergessen: Alles was hinter dem Horizont der Provinz liegt, ist nur durch Glaube erreichbar.</p>
<p>Irak-Krieg: gut oder schlecht? Geht es um Öl oder um Demokratie? Sollten sich die Investmentbanken selbst retten oder sollte der Staat, und damit alle, die 300 Mrd. bezahlen? Sollten alle 300 Mio. Amerikaner verpflichtend krankenversichert werden oder nicht? Lebten die Dinos vor 6000 Jahren mit uns oder starben sie schon vor 65 Mio. Jahren aus? All das sind Glaubensfragen. Bei politischen Links-Rechts-Debatten, wissenschaftlichen Methodenstreiterein, medizinischen Diagnosen und Behandlungsempfehlungen oder pädagogischen Engagements für private Ganztagsschulen handelt es sich nicht um Fragen nach Wissen oder der Intelligenz sondern um puren Voodookram. Alle Wirtschaftswissenschaftler, die dieser Tage auf Nachfragen zur Finanzkrise nicht mit „Ich glaube, dass &#8230;“ beginnen, sind <strong>b</strong>esser<strong>w</strong>isserische <strong>L</strong>ügner.</p>
<p>Es ist also absolut natürlich und verständlich, wenn sich Amerikaner ohne höhere Bildung, ohne Karriereambitionen und ohne gesellschaftliche Voraussicht nicht um die Kandidaten fürs Präsidentenamt sondern um ihre Provinz sorgen aber dennoch entscheiden, wenn sie gefragt werden. Viel unnatürlicher und beinah absurd ist es, von jedem zu verlangen, sich Gedanken über die Belange von 300 Mio. Amerikanern und den Rest der Welt machen zu müssen.</p>
<p>Wer als Amerikaner Probleme mit seiner Lebenswelt, also in seiner Provinz, hat, geht zum Bürgermeister oder dem ebenfalls von ihm gewählten Sheriff und redet mit ihm. Falls es um weiterreichende Angelegenheiten geht, schreibt man einen Brief an seinen Gouverneur, der mit hoher Wahrscheinlichkeit persönlich unterschrieben antwortet. Der Präsident spielt allenfalls als Wahlkämpfer oder in Filmen eine Rolle. Die eigene Lebenswelt wird von ihm nicht tangiert. Es sei denn, er kommt mal zu Besuch. Dann ist für diesen Moment die Provinz jedoch nicht wiederzuerkennen. Die alltägliche Lebenswelt und der Präsident – das sind in Amerika unterschiedliche Kategorien, die sich gegenseitig ausschließen.</p>
<p>Die „provinziellen“ und „konservativen“ Meinungsführer sitzen im amerikanischen Wahlkampf also grundsätzlich an einem längeren Hebel. Wer zum Thema Irak mehr als <a href="http://frankwarner.typepad.com/free_frank_warner/2008/09/sarah-palin-spe.html">„Victory“</a> zu sagen hat, hat es schwer. Eine aufgezwungene Pflichtversicherung aus dem fernen Washington ist ebenfalls nicht zu erreichen. Viel lieber setzt man sich höchstpersönlich direkt mit seinem Arbeitgeber auseinander. Usw.</p>
<p>All das ist nicht auf individuelle Dummheit, „Provinzialität&#8221; und „Konservativismus&#8221; zurückzuführen, sondern eine strukturbedingte Eigenheit amerikanischer Lebensführung, die wir in Europa nicht kennen und daher auch nicht wirklich verstehen.</p>
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