Monat: Mai 2011
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Paradigmenwandel
Martin Oettings Vortrag „Willkommen im Rattenkäfig“ hat mir nicht gefallen. Weder inhaltlich und erzähltechnisch. Ich hätte meiner gefassten Ansicht treu bleiben und mir keinen weiteren Vortrag übers Internet angucken sollen. Doch da sowohl Herr Wirres als auch K. Kusanowsky das Video des Vortrags empfehlenswert fanden, sah ich es mir trotzdem an.
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Wenn drei sich streiten
Fragestellungen zu politischen Phänomenen sind immer wieder gerade dann besonders interessant, wenn die Politikwissenschaft nicht mehr in der Lage ist, sie zu behandeln. Ich vermute es liegt daran, dass sich Politikwissenschaftler zu wenig als Historiker und zu viel als Berater verstehen. Sie erklären, wie man überall auf der Welt Demokratie herstellen könnte, ohne verstehen zu…
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Bemerkenswerte Diagnosetweets
Es gab gestern zwei gute Tweets, die es wert sind, kurz kommentiert festgehalten zu werden.
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Chefpostendramatik
Die Weltgeschichte könnte mal wieder kaum spannender sein. Wir erfahren was ein Spitzenbanker macht, wenn er sich treiben lässt, und erleben ein Gerangel um die Besetzung eines Spitzenamtes, über dessen tatsächliche Spitzenmäßigkeit sich kaum etwas in Erfahrung bringen lässt. Es bietet sich an, vor der Wer-Frage die Weshalb-Frage zu stellen, wenn es darum geht, jemanden…
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Was könnte die Politik noch leisten?
Der folgende Text ist frei herbeiassoziiert und nur der Duden-Korrektor hat ihn nochmal gegengelesen. Ein kleiner Versuch, meinen Gegenstand zu erfühlen, der auch nichts anderes macht. Wie viel Unzufriedenheit, Unwissenheit, Unsicherheit, Unfreiheit und Ungenauigkeit hält so eine moderne Gesellschaft wie unsere eigentlich aus? Ist die Aufklärung gänzlich gescheitert, wenn die klugen Köpfe gar nicht mehr…
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Soziologie zum Spaß
In seiner allerletzten Mission ist Captain Picard ganz allein (TNG S07E25). Er muss eine Anomalie verhindern, die er in der Zukunft verursacht, die sich in der Zeit rückwärts ausbreitet und die das Universum verschlingt. Das ist selbst für Star-Trek-Verhältnisse spektakulär, denn diesmal hilft die Technik nur in zweiter Linie, das eigentliche Problem bedarf einer anderen…
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Fesselnder oder Gefesselter Journalismus?
Denis Hennequin kennt sich aus mit günstiger Massenware. Bis Januar 2011 war Accor in Familienhand, seitdem führt der ehemalige Europachef von Mc. Donalds die Firma, die sich als globaler Gastwirtschaftsdienstleister versteht und in Deutschland vor allem durch ihre Mercure- und Ibis-Hotels bekannt ist. Die Mercure-Hotels entziehen sich dabei dem Spontanmanagement aus der Pariser Konzernzentrale. Bei…
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Eine Geschichte, viele Theorien
Bin Laden ist tot, und soweit ich es sehe, gibt es eine Verschwörungstheorie, die irgendwie auf der Hand liegt aber bislang noch nirgendwo erzählt wurde. Und überhaupt, wird die Kulturform gute Verschwörungstheorie zu selten gewürdigt. Wenn Autoren die bekannte Nachrichtenlage neu zusammenbauen und dabei überraschen, fühle ich mich häufig gut unterhalten (informiert bin ich ja…
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Krieg erleben, Kriege führen
Letzten Freitag war die Welt in Ordnung. Der Prinz heiratete seine Prinzessin und jeder der zu Hunderttausenden in London anwesenden Gäste spürte, dass er am richtigen Ort war, in der Welthauptstadt für einen Tag. Ein kollektives Zufriedenheitsgefühl wohl, wie man es seit den 1990ern nicht mehr erlebte. Zwei Nächte später wurde anderswo auf den Straßen…
