Nicht alles ist möglich – Fünf entscheidende Faktoren rund um den Machtwechsel

Letzte Umfragen verheißen ein enges Rennen bei der Bundestagswahl. Welches Bündnis am Ende zustande kommt, ist nicht abzusehen. Kanzler werden könnte sogar der Verlierer. Doch die Möglichkeiten zur Macht sind mehrfach begrenzt. Eine Analyse.

Gerade frisch durchgesaugt: Wer demnächst auf der Regierungsbank Platz nehmen darf, ist noch längst nicht ausgemacht. Bild: AFP.

 

Auch wenn die SPD in allen Umfragen vorne liegt, ein knappes Rennen könnte es bei der Bundestagswahl dennoch werden. Über etwaige Bündnisse lässt sich nur spekulieren. Sowohl einer Koalition aus SPD, Grünen und FDP („Ampel“) als auch einer von CDU/CSU, Grünen und FDP („Jamaika“) werden höhere Chancen beigemessen. Rechnerische, wenn auch nach Meinung vieler eher wenig(er) wahrscheinliche Szenarien, böten sich eventuell mit einer Wiederauflage der Großen Koalition oder in einem Kabinett aus SPD, Grünen und Linke.

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„Man muss auch wirklich Spaß haben am Wetter“ – Ein Gespräch mit dem Meteorologen Jürgen Schmidt

Eisiger Schneesturm oder plötzliches Frühlingserwachen: Kommt es zu sehr markanten Witterungen, stehen die Telefone bei den Wetterdiensten nicht mehr still. Doch auch außerhalb der Extreme ist die Disziplin gefragt. Ob im Alltag, als Infotainment oder als Dienstleister der Wirtschaft: ohne Wetterbericht läuft nichts. Ein Gespräch mit Jürgen Schmidt – Geschäftsführer von „WetterKontor“, einem der führenden privaten Dienste in Deutschland – über Meteorologie und Medien, die Tücken des Prognostizierens, warum die Winter auch mal wieder kälter werden könnten und zur vielleicht wichtigsten aller Fragen: Bleibt der Frühling?

Meteorologe Jürgen Schmidt ist seit 2008 Geschäftsführer des Wetterdienstes WetterKontor GmbH mit Sitz in Ingelheim am Rhein. Der Dienst stellt seine allgemeinen und spezifischen Prognosen quer durch die deutsche Medienlandschaft sowie für Unternehmen und Versorgungsbetriebe bereit. Hinzu kommen typische Sonderleistungen eines privaten Wetterdienstes, wie sie heute in branchenspezifischen Beratungen und Präsentationen bzw. rund um das Thema Multimedia bestehen. Bild: Privat/WetterKontor/Montage Sozialtheoristen.

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Zwischen Adenauer und Apokalypse: Böse Kinderspiele im Darkroom der Altrepublik

An BRD Noir haben sich schon so manche versucht: Bierernste Langeweile vorprogrammiert. Netflix aber bietet mit seiner „Dark“-Trilogie ein deutsch-dämmriges Horrormärchen. Für den Sender wurde der Stoff zum Welterfolg. Und das wie aus dem amerikanischen Bilderbuch. So schafft es die Serie auf „Twin Peaks“-Level. Nun ist Schlussrunde. Schade drum. Und doch nötig.

Was ist denn hier passiert! Der deutsche Wald am helllichten Tag. Gleich wird man den Augen nicht trauen. Oder eher dem, was davon übrig ist. Bild: Netflix.

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Weihnachten in Deutschland – ein Interview

Welche soziale Bedeutung hat heute noch Weihnachten? Ein Interview der Northern Business School Hamburg mit dem Sozialforscher und Research Fellow Marcel Schütz über saisonale Erwartungen, Zeitvergessen und ein paar vorsichtige Ratschläge für ein möglichst krisenfreies Familienfest. – Kleine Weihnachtssoziologie. 

Der NBS Research Fellow Marcel Schütz arbeitet zu den Themen Organisation und Gesellschaftstheorie. Bild: Kevin Knoche/Text: NBS Hamburg

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Integration statt Revolution: Twitter ist auch nicht die Welt

Proteste in den sozialen Medien minimieren nicht die Demonstrationen auf der Straße. Im Gegenteil: analoge und digitale Protestformen weisen vielfältige Verschränkungen auf, wie der Stuttgarter Soziologe Ulrich Dolata in der Zeitschrift für Soziologie berichtet. 

Protestbewegungen wie jene für mehr Demokratie werden oft im Netz angestoßen und manifestieren sich auf den Straßen. Bild: afp/Frankfurter Rundschau

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Immer noch mehr als nur Glaubensverwaltung

Der Fall scheint klar: Die Kirchen verlieren Mitglieder – nicht zuletzt wegen Skandalen und einem wachsenden Desinteresse am organisierten Glauben. Daneben schwindet die institutionelle Bindung in vielen anderen Bereichen der Gesellschaft: in Parteien, Gewerkschaften oder Vereinen. Doch „Kirche“ bezeichnet nicht nur eine übergeordnete Organisation, einen Apparat, sondern in erster Linie tatsächliche örtliche Gemeinschaft. Die interaktive Kraft der Kirche erweist sich insofern keineswegs als unmodern.

Konfession als Kontrast: Hier steht er wohl und auch woanders – der Reformator polarisiert beträchtlich und trotzt dennoch Wind und Wetter. Bild: IMAGO

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„Die Gesellschaft expandiert die Eskalation des Terrors“

Der Terroranschlag auf eine Synagoge in Halle hat Erschütterung und Diskussion ausgelöst: über Ursachen, Verantwortung und Folgen. Abseits lauter Kontroverse ist der Terror auch ein Thema der Gesellschaftstheorie. Wie kommt es eigentlich, dass Terror sich in der modernen Gesellschaft regelrecht „festgebissen“ hat und sich gar noch weiter ausdehnt? Nach einem Gastbeitrag in der Neuen Zürcher Zeitung führte die Northern Business School Hamburg (NBS) mit dem Soziologen Marcel Schütz das nachfolgende Interview.

Absturz einer Swissair-Maschine 1970 im schweizerischen Würenlingen. Der Anschlag galt ursprünglich wohl einer israelischen Maschine, die Bombe kam jedoch im Zürcher Flughafen durch einen Gepäcktausch ungeplant in eine Schweizer Maschine. Es erscheint bizarr: Typisch für die Ordnung des Terrors ist gelegentlich auch unachtsame Einprogrammierung dysfunktionaler Devianz: So sprengen sich Selbstmordattentäter zuweilen zu früh in die Luft oder Munition versagt oder Bomben gehen auf falsche Reise. Foto: Keystone.

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Evangelisch in epischer Breite – Interview: „Für Fontanes Erzählkonzept sind Pastoren prächtige Agenten“

Die Erzählwelt Theodor Fontanes ist auch eine der Dorfkirchen und Landgeistlichen. Werke wie „Unterm Birnbaum“ oder „Der Stechlin“ zeugen vom starken religiösen und theologischen Interesse ihres Schöpfers. Was aber hat den Dichter dazu bewogen, seinen literarischen Fokus immer wieder auf die Eigenheiten protestantisch-preußischer Provinz im ausgehenden 19. Jahrhundert zu legen? Der Theologe und Schriftsteller Reiner Strunk ist dieser Frage in einer Aufsatzreihe nachgegangen. – Ein Sozialtheoristen-Interview zum Fontanejahr. 

Ob Kaiserwetter oder Preußisch Grau: Der Romancier hält die Stellung (L. Schulz/Wikipedia)

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Twitter als Teufelskreis: der Fall Frankfurt

Für Hetzer und Populisten hat der Unterschied von Psyche und Gesellschaft keine Relevanz. Der Frankfurter Fall offenbart das nur zu gut. Doch auch Gegenreaktionen haben ihre Tücken. Ist die Eskalation einmal in der Welt, erzeugt sie nur noch mehr davon. Ein Kommentar. 

Blumenmeer als letzter Trost: Wohin mit der Trauer, wohin mit den Gedanken? Niedliche Kuscheltiere sind eine herzliche Geste; und machen noch trauriger. Foto: dpa/Arne Dedert.

Blumenmeer als letzter Trost: Wohin mit der Trauer, wohin mit den Gedanken? Niedliche Kuscheltiere sind eine herzliche Geste – und bedrückende Artefakte des Grauens. Foto: dpa/Arne Dedert.

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Von der List der Vernunft – Im Gespräch: der Jurist und Publizist Horst Meier

Der Kasseler Verfassungsrechtler und frühere Strafverteidiger Horst Meier schreibt seit drei Jahrzehnten über Rechtspolitik und befasst sich insbesondere mit der rechtsstaatlichen Entwicklung der Bundesrepublik, wofür er zuletzt den Pressepreis des Deutschen Anwaltsvereins erhielt. Von ihm erschienen Arbeiten zu den Verbotsprozessen gegen die SRP und NPD und zur Kritik des Verfassungsschutzes. Ein ausführliches Sozialtheoristen-Gespräch über die freiheitliche demokratische Grundordnung, dubiose Hitler-Spenden in der Nachkriegszeit, den Umgang mit extremen politischen Positionen und über den Bedarf einer unaufgeregten Bewertung.

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Wann gibt es Neuwahlen? – Kleiner bundesrepublikanischer Rück- und Ausblick mit Indizien

Neuwahl-Interpreten mit ähnlicher Taktik: Altkanzler Helmut Kohl und Gerhard Schröder unterhalten sich nach dessen Wahl zum Bundeskanzler im alten Bonner Bundestag. Bild: Marco Urban

Vermutlich in keiner anderen Legislaturperiode des Bundestages ist das Wort auch nur annähernd oft gefallen. Bekommt neben Österreich auch Deutschland bald schon „vorgezogene Neuwahlen“? Immerhin eine Beobachtung gibt Hinweise.

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Der Blick fürs Unwesentliche: zur Beobachtung des Unfalls

Unfälle sind zu erwarten. Und doch irgendwie auch nicht. Erscheinen sie uns deshalb so vertraut wie unbekannt? Kleine Ortung.

Hier aber gibt es nichts zu sehen. Oder ist es noch nicht/nicht mehr wesentlich? Eine niedersächsische Momentaufnahme aus dem Bildband „Am Ort der entgleisten Hoffnungen“ (hgg. v. Stephan Erfurt, 1999).

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