Die Sprengkraft soziologischer Beobachtung


Archiv für Dezember, 2011

Auch Piraten brauchen ein Schiff

Von: , 18.12.2011

Wer im Parlament sitzt, muss sich mit Papier beschäftigen und kreativ sein.

Eine der frühen Empfehlungen an die Piratenpartei war, sich nicht vom ‚alten System‘ vereinnahmen zu lassen. Die Riege der meist jungen Engagierten, die nach der Europawahl ihren ersten Höhenflug erlebten, wollten Politik machen – selber, anders und besser. Nun haben sie erste parlamentarische Pflichten, müssen sich als Partei organisieren und sie sind, inzwischen recht mutig, auf der Suche nach mehr Mobilisierung.

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Empathie und Verwaltung

Von: , 11.12.2011

Ein schlüssiges Argument ist: Professionalität. Wie schafft es ein Staat, Gefangene über Jahre in sensorischer Deprivation zu halten? Wie schafft es eine Bürokratie, eine Familie zu zerstören, weil sie die Eltern in den Wahnsinn und ein Kind in den Suizid treibt? Wie schafft es ein Polizist, per Amtshandlung einem Mann mit einem Wasser/Pfeffer(?)spray-Gemisch die Augen auszuschießen?

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Die Perfidie der freien Wahl?

Von: , 09.12.2011

Ausschnitt aus der FAZ, 09.12.2011, S. 33

Melanie Mühl setzt sich im Feuilleton der FAZ mit einem Buch Michèle Rotens (“Wie Frau sein. Protokoll einer Verwirrung”) auseinander. An dieser Stelle soll der Versuch einer positiven (Re-)Interpretation der Problemstellung unternommen werden, indem gefragt wird, was unter Freiheit heute eigentlich noch zu verstehen ist.
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Burn-Out-Diagnosen

Von: , 07.12.2011

Zwischen Fremd- und Selbstausbeutung – Ein Plädoyer für eine dritte Beobachtungsebene und einen ersten Ausweg

Es sind die sadistischen Auszüge der modernen Leistungsgesellschaft, so die umlaufende Erklärung für die Diagnose eines neu bezeichneten Phänomens: Burn-Out. Eine Nation ist plötzlich ausgelaugt, überlastet und überfordert. Als Rezept gegen die neue Volkskrankheit wird ein Cry-Out verschrieben. Empört Euch! gegenüber einer profit- und skandalgeilen Gesellschaft, die den kapitalistischen Raubbau an der Marke Arbeitskraft salonfähig gemacht hat.

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Für wen?

Von: , 06.12.2011

So lang die Krise dauert, wird es jetzt im Wochenrhythmus Krisengipfel geben. Das sagen diejenigen, die auch sagen, dass die Krise noch lange, vielleicht ein Jahrzehnt, da sein wird. Und es sind auch diejenigen, die sich derzeit immer treffen. Also vor allem Merkel und Sarkozy.

Eigentlich kann man sie schon nicht mehr sehen, wie sie sich begrüßen, dahin zeigen, dorthin zeigen, ihr gesamtes Gestenrepertoire durchspielen – Hände hoch, Hände runter; Handflächen nach innen; beide Hände zupackend, dabei lächelnd; immer grinsend; leicht bestürzt schauend, wenn der andere gerade redet; gleichzeitig ernst gucken; Wege aufzeigen; Grenzen festmachen. Politik ist Theater, daran haben wir uns inzwischen gewöhnt.

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“Social Web” ist eine Lüge

Von: , 01.12.2011

Das Internet kann nichts dafür, dass wir es überfordern. Es sind eben doch alles nur Nullen und Einsen, so oft von der Maschine hin und her interpretiert, dass es kaum einen Unterschied macht, ob wir noch einen Interpretationslayer oben drauf legen, nur weil uns so vertraut scheint, was der in und für viele Sinne flache Bildschirm uns vorgaukelt. Über den Begriffsgehalt des Virtuellen sollte noch viel mehr nachgedacht werden. Es bleibt bei Übungen, die uns immer wieder aufzeigen, dass sie ihr Ziel verfehlen. Seien sie auch noch so gut: thenicestplaceontheinter.net

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