Informationsfreie Mitteilungen verstehen

Nun, ich habe den Vortrag von Klaus verpasst. Gut möglich aber, dass das obige fünfminütige Video auf alle dort gestellten und behandelten Fragen Bezug nehmen kann, ohne auch nur eine Antwort zu liefern, bzw. ohne nicht jeweils drei weitere offene und wahrscheinlich unbeantwortbare Frage zu stellen.

Damit wenigstens die faktischen Grundlagen vorhanden sind: derPriinz ist ein Youtuber. Er filmt sich dabei, wie er erfährt, dass ihm bei Twitter @dagibee und @TheRealLiont folgen, die jeweils rund eine halbe Million Follower haben, die nun zum Teil auch dem kleinen Prinzen folgen. Mehr als eine Stunde war dem Schauspiel heute Mittag zuzuschauen. Der obige Ausschnitt zeigt zufällige fünf Minuten.

weiterlesen

Übers Internet reden!
Nur mit wem und wozu?

8242574584_90cb5d3117_k

Ich glaube, dass Felix Schwenzel lügt. Beziehungsweise vermute ich, dass der eine Satz einfach nicht stimmt. Schwenzel schrieb in ihm: „Die enttäuschten Hoffnungen sind auch das Thema von Andrew Keen, meinem Lieblingsinternetkritiker.“ Kann sein, dass Internetkritik eine popkulturelle Gattung ist, deren Werken man sich zuwendet, wenn man abends Netflix leergekuckt hat. Was Schwenzel eigentlich sagen wollte, ist glaube ich: „Man Leute, regt euch ab. Wir können jetzt in Deutschland amerikanisches Fernsehen gucken. Wenn ihr schon nervt, dann wenigstens so wie Andrew Keen. Wenn der auf die Bühne kommt, sind seine spontanen Anfälle noch wahrer und witziger als die Drehbücher von Boston Legal. Wenn ihr da nicht mithaltet, lasst die Finger vom Netz, geht lieber mit dem Hund raus.“

weiterlesen

Erst wenn die erste, unqualifizierte Frau im Aufsichtsrat sitzt, kann über die Sinn- und Zweckmäßigkeit der Frauenquote diskutiert werden

Bildschirmfoto 2015-02-03 um 23.21.25

Über kaum ein anderes Thema gibt es so viele Begriffe und polemische Uneinsichtigkeiten wie über die formalen und informalen Ungleichheiten am Arbeitsplatz: Diversity, Gender-Gerechtigkeit und Frauenquote sind es aktuell. Es geht bei diesen Themen um gleiche Chancen bei gleicher(!) Qualifikation, nicht um Gleichheit oder Gleichmacherei. Das ist oft genug betont worden, und oft genug wird dann dennoch über solches eben Nicht-Gemeinte und auch Nicht-Intendierte geredet.

weiterlesen

Emanzipation, ja! Aber nicht immer nur die der Frauen

6047918145_5c1a929a16_z

Im Grunde, da will ich mich gar nicht drüber beschweren, habe ich nichts gegen das gängige Unvermögen von Menschen – von dem ich auch betroffen bin – die Welt so zu sehen, wie sie ist, sodass man möglichst wenig ins Stolpern gerät. Es ist schließlich, so empfinde ich es, ehrenvoll, ständig nicht nur des Namens, sondern auch der Person beraubt zu werden, wenn an deren Stelle der gute Name der F.A.Z. stehen kann. So läuft es, es ist tatsächlich egal, was man schreibt. Es geht, wenn darüber gesprochen wird, immer darum, was die F.A.Z. sagt, denkt und plant. Gegen diesen Modus der Beobachtung habe ich absolut nichts einzuwenden.

weiterlesen

Fröhlicher Jahresausklang

Vielleicht war 2013 das letzte fröhliche Jahr, zumindest das letzte, das nach vorgeschriebener Fröhlichkeit funktioniert. Es ist jedenfalls kaum vorstellbar, dass in einer Ecke noch jemand sitzt an dem die Verheißungen des Solutionism vorbeigingen. Für 2014 dürften wir alle hinreichend desensibilisiert sein. Und die Werbemenschen werden nach ihrem Ministorytelling auch keine Asse mehr im Ärmel haben – kein Wunder das Apples Jahresausklangsclip „Misunderstood“ heisst…

weiterlesen

The New Normal

Prolog: Es gehört wohl zur neuen Medienlogik, dass man selbst vom größten neuen Meme aus der Zeitung erfährt. (Vielleicht, weil es sich schlecht in einen Podcast verpacken lässt.) Aber vor dem Hinweis von Nachwuchskollege Sebastian Dörfler, war mir der „Harlem Shake“ völlig fremd.

weiterlesen

Twitter ist witzig, aber nicht für alle

8492562288_630b802106_o

Ein Argument, das doch irgendwie auf der Hand liegt. „Lasagne“, „Vollprofis“, „Pferd“ und rund 60.000 weitere Tweets und dann plötzlich der Abschied von Twitter, weil der Stress zu hoch und die Resonanz zu gering ist? Rund 99 Prozent der Kommentatoren, die Christopher Lauers Abschied von Twitter mit Häme begrüßen, müssen mit ihren Ansichten recht haben: Lauer hat sich falsch verhalten. Man kann Twitter konstruktiv und klug nutzen und müsse es sowieso als basisdemokratische Wunderwaffe schützen.

weiterlesen

Hass entstand von selbst,
der #Rest wurde nie erfunden

Tastatur als Waffe

Ohne Limitierung ist alles nichts. Schon im Kindergarten werden die Kleinsten beim Basteln mit der Weisheit genervt, dass der Kreativität so gar keine Grenzen gesetzt seien. Doch die erwachsenen Naseweise haben alle unrecht. Wozu Kreativität, wenn es keine Hindernisse gibt? Nur Einstein lag richtig: Das Einzige, was wirklich unendlich ist, ist die menschliche Dummheit. Heute, einhundert Jahre später wissen wir, das Internet ist es auch. Und so wurde es zum Sammelbecken. Endlich ward ein Ort gefunden, für die gesamte menschliche Dummheit.

weiterlesen

Ach so, Apple

Revolutionen werden aus Cupertino in Serie geliefert, daran wurde die Welt gewöhnt. Alle halbe Jahre ist „wieder einmal“ alles anders, alles neu: „dünner, schneller, schöner“ als jemals zuvor. Seit fast zehn Jahren ist sich Apple dieser Linie treu. Auf Bühnen werden Dinge vorgestellt, die die Welt angeblich noch nie gesehen habe.

weiterlesen

Wie die Börse funktioniert

In einem bemerkenswerten kleinen Text zum Thema Hochfrequenzhandel äußerte sich heute Reto Francioni, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Börse AG, auf den Wirtschaftsseiten der F.A.Z. zu Wunsch und Wirklichkeit seines Handelsplatzes, den er inzwischen, folgerichtig, „Handelsplattform“ nennt. Wie ist das also mit dem HFT?

weiterlesen