Monat: Oktober 2008
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Qual(ität) der Wahl (Update, II)
Gutes altes Amerika. Heute Morgen kommt es mit zwei „teuersten Wahlkampfspots aller Zeiten“ nochmal auf die Bühne, bevor in 5 Tagen der Spaß vorbei ist. Die eine Frage, die sich mir stellt, ist, wie es sich für die Amerikaner anfühlen wird, wenn die Wahl rum ist. Wenn die Dauerbeschallung vorüber ist, was kommt dann als…
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Semantik als Signal
Semantik und Sozialstruktur, hier schon oft erwähnt, greift die Differenz zwischen „Ist“ und „Kann sein“ auf, die überall in der Welt, wo sich intelligentes Leben begegnet, eine Rolle spielt. Ausgehend von der Frage: „Warum ist einiges und vieles nicht?“ ergibt sich von ganz allein Gesprächsbedarf über die Welt, der nur in Semantik (Gesprächen, Diskussionen, Gerede…
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Shout at the Devil
Ich werde mal versuchen, in dieser kurzen Skizze hier, sowohl Stefans Artikel als auch Ennos Artikel zu behandeln- aus dem Grund (schon wieder) ein neuer Artikel und kein Kommentar. Vorschalten möchte ich meinem Beitrag allerdings eine Frage und zwar die, ob man nicht mit einiger Berechtigung fragen könnte, ob ein soziales System, dass sich rekursiv…
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Das Technologiedefizit des Wirtschaftssystems
Es gibt keine Ursache für die aktuelle Finanzkrise. Es gibt auf jeden Fall eine Finanzkrise, die sich zur weltweiten Wirtschaftskrise ausdehnt und es gibt gut ebenso angebbare Gründe für das Zusammenbrechen des Finanzsystems, seien es unfassbar große Lügen oder unfassbar große Gier. Aber es gibt keine Ursache für den Kollaps. Und damit gibt es auch…
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Gedanken zur Systemtheorie II: Konstruktivismus
Die Systemtheorie flaggt sich selbst als eine Theorie aus, die den Konstruktivismus als „Erkenntnisprogramm“ (Luhmann) nutzt. Gemeint ist damit nicht die relativ eingängige Aussage, dass alles konstruiert ist bzw., dass es keine Realität gibt. Diese Aussage würde ja letztendlich auch auf die Paradoxie hinführen, dass selbst die Konstruktion noch einmal konstruiert ist- spielt man dies…
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Vertrauenskrise? Die 45-Billionen-Dollar-Lüge
In den Medien ist aktuell überall die Rede davon, dass die Börsenlage einen ausgetrockneten Kreditmarkt zwischen den Banken geschuldet ist, dies wiederum sei auf einen Vertrauensverlust zurückzuführen. Hier mal die Wahrheit: Die Akteure der Finanzwirtschaft wissen gar nicht, was Vertrauen ist, da sie es bereits vor etwa einem Jahrzehnt abgeschafft haben. Vertrauen ist, ganz ursprünglich…
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„Politische Gier“
„Die Gier“, das egoistische und rücksichtslose Verhalten, ist das Übel der Wirtschaftskrise, sagen all die, die nicht zwischen sozialen Strukturen und ihren Akteuren unterscheiden können, bzw. nur problematische Akteure sehen und keinen Sinn für Gesellschaftsstrukturen haben. Bestes Beispiel dafür ist die FDP mit all ihren Hampelmännern, die mit Händen und Füßen kämpfen, um ihre Ideologie…
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Semantik wirkt (!!!)
Es gibt Soziologen (wie mich) die pfeifen auf jedwede Aussage von Menschen aus der Wirklichkeit. Erstens, weil „Mensch“ keine Kategorie ist, die etwas soziologisch darstellen kann, lässt sie sich auch noch so gut benennen, bezeichnen, zählen und vergleichen. Zweitens, weil ein human-tonaler Ausspruch zwar Wirklichkeit erzeugt, aber nie Realität widerspiegelt. Kurz: Gerede ist egal. Wer…
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Bayern – ein romantischer Rückblick
Die CSU erlebte Sonntag ein Debakel. Keine absolute Mehrheit mehr, eine abgetretene Parteispitze und viele betretene Gesichter. Der Einzige der sich freut ist wohl Horst Seehofer aber ihn wird die Realität schneller einholen als im Recht sein kann. Zusammengefasst: Bayern muss sich ganz neu orientieren und das Gespött von Restdeutschland über sich ergehen lassen. In…
